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 Teilnehmer (v.l.n.r.): Frank (Fotos), Michael J., Bodo, Martin F, Martin S. (TO und Bericht), Stefan, Jürgen, Michael E. Eckhart, Sarah, zu diesem Zeitpunkt warteten wir noch auf Andreas und Frank D., Uschi war beim Wandern. 12:30 Uhr am Starplatz, wolkenloser Himmel, Windrichtung passt optimal. Aber: alle Fahrzeuge (überwiegend mit Piloten besetzt!) verlassen den Ort!?!?!
Erklärung: die fast völlig fehlenden Wolken plus eine Düsenwirkung im Startbereich führen zu unstartbaren Windstärken .... Erst ab 17 Uhr kommen nach und nach alle Fahrzeuge und Piloten wieder hoch. Gestartet wurde zum Teil erst nach Verschwinden der Sonne hinter den Bergen im Westen/NW gegen 19:15 Uhr. Gelandet wurde dann noch bis gegen 20:10 Uhr!
Meduno, gute 40 km nord-westlich von Udine im Nordostzipfel von Italien (Friaul) ist ein Fluggebiet, dass den normalen fliegerischen Tagesrhythmus ziemlich umkrempelt! Nach relativ frühen (ab ca. 10:30 Uhr) durchaus sehr thermischen Flügen sollte man gegen 12:30 Uhr so langsam ans landen denken, denn danach wird das Toplanden sehr anspruchsvoll und auch in der Luft ist der Mix aus "ordentlicher" Thermik und aufkommendem starken umgekehrten "Bayrischen Wind" aus Süd nicht mehr jedermanns Sache.
Es gilt die folgenden 4 Stunden bei besten sommerlichen Wetterbedingungen "irgendwie" zu verbringen. Manche suchten sich eine halbwegs windgeschütze Mulde hinterm Start und dösten oder lösten reihenweise Sudokus. Andere vertrieben sich am regulären LP im Tal - in T-Shirt und Shorts - mit Jonglieren, Wasserschlachten, nicht immer erfolgreichen Balanceakten auf Bierbänken oder einem Nickerchen im Schatten die Zeit.
Ab frühestens 17 Uhr bis spätestens 19:30 Uhr erfolgte dann der Start ins eigentliche Nachmittagsvergnügen: großräumiges moderates Tragen (enge Thermikbärte werden durch den weiterhin starken Südwind fast völlig "nivelliert") erlauben stressfreies Hin-und-Herfliegen zum Airtime-Sammeln, kleinere Strecken (bis zu ca. 5 - 6 km einfache Entfernung, die dann ja mehrfach geflogen werden kann ...) oder Touch-and-Go's auf der riesigen ebenen Fläche am Gipfel des Monte Valinis. Jeder Teilnehmer übertraf seine Erwartungen und erweiterte seine fliegerischen Horizonte und/oder Fähigkeiten! Selten war am Ende einer PCS-Tour so eine allgemeine vollste Zufriedenheit vorhanden, wie bei dieser Meduno-Erkundungs-Tour.
An 5 Flugtagen kam nur der unter 10 Flüge, der aktiv aufs Fliegen verzichtete um Triest oder Venedig zu besuchen oder logistisch suboptimale Randbedingungen zu beachten hatte. Manche kamen sogar auf 10 Flüge *pro Tag* (sofern man jeden Touch-and-Go als vollen Flug zählt, selbst wenn der Schirm dabei zu keiner Zeit den Boden berührte).
Touristisch ist Meduno und die Orte darum herum auf dem Stand von Bassano Ende der 80-er / Anfang der 90-er. Fast keine Unterkünfte, praktisch Keinen, der Englisch (oder Deutsch) spricht, winzige wilde Straßen, die das Navi zwar überraschenderweise kennt, dann aber mit - nicht unrealistischen! - max 35 km/h Schnitt kalkuliert, super günstige sehr gute Pizzen (sogar ohne den eigentlich obligatorischen Coperto-Zuschlag!), lange Mittagspausen und voll synchrone Ruhetage bei den wenigen Geschäften, Orte bei denen die Verkehrsbewegungen durch die PCS-ler schon 20% des Gesamttagesaufkommens darstellen. Alles bestens, solange man zum Fliegen kommt. Bei weniger optimalen Flugbedingngen könnte es allerdings anders aussehen ....
Martin
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