Sponti-Trip nach Almunecar [16. - 30.01.2011] Drucken
Geschrieben von: Martin   
Sonntag, den 30. Januar 2011 um 16:58 Uhr

Martin (Bericht) hatte relativ kurzfristig am 17.01. einen Termin in Malaga. Wenn man schon Flug und Mietwagen (Wochenpreis = 3-Tages-(minimum)-Preis plus nur sensationelle 10 Euro) hat, warum dann nicht den GS mitnehmen und nach einigen Jahren mal wieder in Almunecar vorbeischauen. Auf die Rundmail meldete sich tatsächlich noch ein weiterer "Sponti", Wolfgang, der sogar für 2 Wochen, so dass sich auch die Kosten für eine FeWo im Standard-Fliegerquartier Blue Tao am Strand von Vellila rechneten und viel wichtiger, man eben nicht allein unterwegs war! Berichte auf der Webseite des weiterhin bestehenden Fly-Parks (www.fly-park-almunecar.com) mit Fotos und Videos von den Tagen um den Jahreswechsel bis 3-König mit (über-)vollem Himmel über Heradura und Startplatzgetümmel in T-Shirts in Otivar nährten die Hoffnung auf gute vorfrühlingshaften Flugferien.

 

Leider wurde diese Hoffnung nicht erfüllt. Ein wirklich fieses und seltenes Tief direkt über der Straße von Gibraltar brachte zunächst "nur" Wind aus der nicht idealen Richtung Ost. Dann aber auch immer mehr Wolken, zunehmend kühlere Luft und schließlich richtig Nässe von oben sowie als "Bonus" zu starken Wind. Das Ganze selbststabilisierend und damit fast nicht wegzubekommen :-(
In den ersten noch trockenen und windärmeren Tagen konnten wir zusammen mit ca. 10 weiteren Fliegern, darunter Stammgast DHV-Sepp G. überwiegend in Otivar fliegen. Zum Teil auch mit bis zu 300 m Überhöhung und bis zu einer Stunde (Sepp mehrfach deutlich höher und länger!). Auch vom inzwischen top asphaltiert erreichbaren Hausberg Loma del Gato wurde geflogen. Bemerkenswert ist, dass die modernen Schirme es inzwischen wirklich locker ermöglichen, den Strand von Vellila auch ohne Startüberhöhung oder nennenswerte Unterwegs-Thermik zu erreichen. Die ehemaligen und inzwischen ziemlich zugebauten Landeplätze sind nur noch Not-Aussen-Landemöglichkeiten. Strand Vellila ist Standard-LP!! Damit ist nun auch das berüchtigte "Hochhaus-Soaring" fast für jeden Normalflieger oft möglich. Mehr als erstaunlich ist dabei, mit wie wenig Wind (am Boden fühlbar und/oder auf dem Meer sichtbar) dies tatsächlich auch schon/noch geht! Locals flogen bis vor zur bzw. weit über die Burg von Almunecar!
Nachdem es um Almunecar ab 2004 eher ruhiger wurde, Stichworte: Schließung und/oder Bebauung von Start- und Landeplätzen, Autobahn(-Bau) auf halber Höhe quer durch die Stammfluggebiete, Aufgabe der Schulung sowie auch des Shops beim Fly-Park, hat sich die Lage stabilisiert und Almunecar ist wieder voll empfehlenswert, allerdings auch wieder entsprechend frequentiert.
Leoni und Jarda vom Fly-Park (die Zwei gründeten um 1990 und führten die Flugschule Wasserkuppe bis 2000) haben sich auf Koordination der Flieger spezialisiert. Sie kommen mit ihren zwei Wuschelhunden jeden Morgen um 10 Uhr zum Tao um aktuelle Wetterinfos zu geben und zu tratschen, sie vermitteln Unterkünfte sowie Mietwagen und geben kulinarische oder kulturelle Tipps.
Die Hauptfluggebiete Otivar, Loma del Gato, Alfamar (ganz oben sowie auf die "falsche Seite", also Südost) und vor allem auch Herradura sind noch/wieder voll "in Betrieb". Für Loma del Gato gibt es endlich auch Tageskarten (für 3,5 €) und nicht nur die durchaus günstige aber häufig doch nicht gekaufte 2 Wochenkarte für 15 €. In Carchuna hat man gute Chancen zu fliegen, ohne "verhaftet" oder zumindest intensiv belehrt zu werden. Die Preise im Tao liegen (in der Nebensaison Okt - März) weiterhin bei günstigen rund 30 Euro pro Tag (für eine 3 Personen FeWo), freies WLAN ist an vielen Orten verfügbar (auch im Tao), die durchgehende Autobahn verkürzt die Anfahrt vom Flugplatz auf eine Stunde. Malaga hat übrigens im April 2010 ein neues Terminal 3 bekommen. Modern und sehr groß. Die Laufwege verlängern sich deutlich, aber man viel mehr Platz und die moderne Optik scheint sich auch positiv auf die organisatorischen Abläufe auszuwirken!
Mehr Infos gibt es bei Martin oder direkt bei Leoni.