Zentralschweiz [21. - 24. Mai 2010] Drucken
Geschrieben von: Stefan L.   
Montag, den 20. September 2010 um 19:20 Uhr

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Teilnehmer (vlnr):
Christoph, Markus, Steffen, Rüdiger, Manfred, Joachim K., Stefan (TO & Bericht), Reiner, Thomas, Nicole,
n.a.d.B.: Joachim B., Eckart u. Marlene

Die Verschiebung der Ausfahrt wegen Dauerregens um eine Woche hat sich gelohnt: Nachdem es am Himmelfahrtswochenende wettertechnisch wohl eher ein Himmelfahrtskommando geworden wäre, kam dann am 3ten Tag der auf das Pfingstwochenende verschobenen Tour tatsächlich der Kommentar eines Teilnehmers "jetzt müssen wir heute schon wieder fliegen". Aber zurück zum Anfang:

 

Am Freitag, den 21. Mai trafen sich bereits am Vormittag die ersten Teilnehmer der Ausfahrt am LP des Urmibergs. Die restlichen Teilnehmer tauchten dann am im Verlauf des Freitag Abends bzw. Samstag Vormittag auf und verpassten das folgende Geschehen: Da sich der Gipfelgrat inklusive der beiden Startplätze nach S und N noch in den Wolken befand, begannen wir die Tour mit einem gemütlichen, kulinarischen Teil auf der Terrasse eines Restaurants unter strahlender Sonne in Brunnen mit Sicht über den Vierwaldstätter See und die umliegenden Berge.
Kaum war das Mittagessen verdaut, hat die Sonne die Wolken am Gipfel verdampft so dass wir uns auf machten uns einzufliegen. Nach 15 min. Aufstieg von der Bergstation ereichten wir den Nordstartplatz Schwand, von wo wir denn trotz Restfeuchtigkeit in der Luft alle noch einen ersten schönen Nachmittagsflug machten. Meine Befürchtung als TO, dass gleich am ersten Tag jemand auf der Nordseite so viel Höhe verlor, dass es nicht zurück über den Grat auf die Südseite und zum LP reichte trat zum Glück (noch) nicht ein. Mit Flügen zwischen 20 min und gut einer Stunde haben alle gleich einen ersten Eindruck vom Bisen-fliegen bekommen.
Auch am Sa und So war Bise angesagt, wie der typische Wind aus N bis NO hier genannt wird.
Aufgrund der Nähe zum Camping Hopfreben und der traurigen Aussicht, dass das Timpel-Bähnli auf den Urmiberg im kommenden Jahr wohl eingestellt wird, sind wir an den beiden Tagen an dem bei Bise perfekten Fluggebiet geblieben. Vormittags war allerdings noch etwas Parawaiting angesagt. Ab dem Nachmittag als dann auch die Sonne die Nordhänge erwärmte kam dann sowohl am Sa als auch am So jeder voll auf seine Kosten: Ein Teil der Truppe musste nur einmal starten um dann mit Startüberhöhungen von bis zu 800 Metern den kompletten Grat hin entlang zu fliegen, die Hochfluh zu überhöhen oder gar bis zum benachbarten Fluggebiet Rigi-Scheidegg zu gelangen, wo ebenfalls einige Schirme über dem SP rumhingen.
Am 4ten und letzten Tag der Ausfahrt war die Bise dann eingeschlafen. Bei Südwind sind wir von Sattel aus mit der Drehgondelbahn auf den Hochstuckli. Auf dem Weg zum SP am Engelstock fanden wir ein gemütliches Bergbeizli, das wir natürlich nicht einfach links liegen lassen konnten. Nach entsprechender Stärkung ging’s hoch zum SP des Engelstock nördlich des Lauerzer See von wo dann jeder noch mal einen Abschlussflug machte.
Bilder vom Panorama über Vierwaldstätter und Lauerzer See sagen mehr als Worte.

Was sonst noch geschah:
Zwei Aussenlandungen gleich am Samstag sollen nicht verschwiegen werden: Nach langem Kampf in Lauerz am gleichnamigen See gelandet, fand Reiner sofort eine MFG zurück nach Brunnen zur Talstation und konnte kurz darauf zum nächsten jetzt auch längeren Flug starten.
Die andere Idee, nach abzusehendem absaufen bereits ca. 100 m unterhalb des SP einzulanden um dann schnell wieder hoch zulaufen erwies sich als Trugschluss: Da sich kein direkter Weg den steilen Berg rauf fand wurde dies auch zu einer längeren Wanderung, gell … ;-)
Auch dem TO blieb die Aussenlandung am Sonntag nicht erspart: „auf hohem Niveau abgesoffen“ kommentierte ein Clubkollege das Geschehen: Nach eineinhalb Stunden Flug liess ich mich von einer durch die Abendsonne beschienenen Felswand östlich der Hochfluh blenden. Selbige trug nicht wie erwartet sondern befand sich im Lee eines kleinen Sattels. Statt zurück über den Sattel ging’s mächtig runter, so dass ich denn abends um 19:00 auf 1600 m (ca. 1100m oberhalb des Vierwaldstätter See) einlanden musste. Eine Wanderung blieb mir erspart: dank trampen und Abholservice in  Gersau – danke an Joachim – kam ich denn zurück nach Brunnen.
Ein paar Unentwegte haben sich übrigens auch schon in den Vierwaldstätter See getraut.

Alles in allem eine aus TO Sicht rundum gelungene und v.a. unfallfreie Ausfahrt, die wir 2011 in modifizierter Form wiederholen werden: Sofern sich nicht noch ein reicher Mäzen findet, der die Urmibergbahn samt Wohnhaus und Bergbeizli für ca. CHF 1,5 Mio kaufen will - vielleicht gibt’s im PCS einen? - steht der Urmiberg nur noch zum hike and fly zur Verfügung und dementsprechend werden wir uns dann mehr auf die anderen Fluggebiete in der Umgebung konzentrieren; zum Glück gibt’s davon genug.

Stefan

Und hier nochmal der Link zum Fotoalbum...