Norma 2010: Frühlingsfliegen bei Rom [25.03. - 02.04.2010] Drucken
Geschrieben von: Martin   
Sonntag, den 11. April 2010 um 17:02 Uhr

Image

Teilnehmer (v.l.n.r): Markus, Sarah, Michael, Reiner, Peter Z., Hazel, Frank, Martin (TO und Bericht), Peter K.

Nach den Wetterkapriolen in diesem Jahr, von denen speziell auch Mittelitalien ziemlich viele abbekam, fuhren alle Norma-lesen mit eher gedämpften Erwartungen am Donnerstag früh morgens los. Bis zum Alpenhauptkam war es überraschenderweise schon mal trocken und wolkenfrei. Der erwartete Südstau war zwar da, aber nur in Ansätzen. Die Po-Ebene war etwas diesig, ab Bologna gab es wieder blauen Himmel. Bei der Ankunft in Sermoneta gegen 16:30 Uhr wurde Käse und Melone auf einem Aussichtspunkt von Sarah verteilt. Schirme waren leider nicht am Himmel. Grund war (zu) starker Wind, der zudem noch aus der falschen Richtung (SO) blies. Nach Cappuchini auf dem Markplatz (bzw. -plätzchen) und dem Abklappern möglicher Restaurants für das Willkommensmahl (neuer Wirt im Charly Brown ersetzt das geschlossene Molino) wurden Zimmer und Betten bezogen und die Abendsonne genossen sowie erste Pläne für die angekündigte fortbestehende falsche Windrichtung geschmiedet.

Da alle dringend endlich mal wieder in die Luft wollten, gab es gegen den Vorschlag, ins 120 km entfernte Fluggebiet S/SO-Caira/Terelle bei Cassino zu fahren, keine ernsthaften Einwände. Und wir hatten die richtige Wahl getroffen: es ging über enige Stunden dort sehr gut. Alle erzielten zum Teil deutliche Startüberhöhungen und Flugzeiten weit über einer Stunde. Es gelangen sogar - erstmals für eine PCS-Norma-Tour - etliche Toplandungen.
Die Tour war aber eigentlich für Norma ausgeschrieben. Daher wollten wir alle natürlich auch an der Norma-Kante fliegen und nicht jede Menge km (und Zeit) im Auto verbraten. Trotz dunkler Wolken und düsterer Wind-Vorhersage wollten wir es am Samstag daher in Norma erzwingen. Tiefe Wolken, aus denen sich gelegentlich sogar einige einzelne Tropfen lösten, plus falsche Windrichtung (in zu großer Stärke) zwangen uns dann aber zum Abstecher in die Norma-Stamm-Cafe-Bar "Caracas". Nach Cappuchini-Schlürfen wurde der Tischkicker in Beschlag genommen.
Nun denn, es stand 1:1 Flugtage / Nicht-Flugtage. Am Sonntag der nächste Versuch in Norma. Windstärke und -Richtung passten zwar immer noch nicht optimal, aber es war ausreichend für erste Hin- und Her-Soarings an der Kante Richtung Cori (ca. 3 km vom SP) sowie über Norma (2 km vom SP). Siehe Flüge von Frank und Martin .

Schon mal ein guter Norma-Flugeinstieg. Mehr schien absolut drin zu sein. Doch am nächsten Tag schon wieder Wechsel der Windrichtung um fast 180 Grad auf SO. Auf genügend (Gegen-)Thermik in Norma hoffen oder doch noch mal nach Caira? Ok, nach schwieriger Entscheidungsfindung dann doch auf nach Caira. Dort angekommen, oh Schreck, fast kein Wind und tiefe dunkle Wolken. Wir trösteten uns erstmals mit verlängerten Gleitflügen. Nur "weil wir halt schon mal da waren", fuhren wir zu erwarteten zweiten Gleitflügen nochmal hoch. Während der Hochfahrt klarte es zunehmend auf und am Start gab es trotz eigentlich fast schon zu später Tageszeit tatsächlich Aufwind. Statt weiteren Gleitflügen waren plötzlich und unerwartet doch noch lange und hohe Flüge, inkl. erneuter Toplandungen (gut fürs Auto-Shiften!), möglich.
Trotz guten Flügen in Caira/Cassino wollte am Dienstag (wieder starker SO-Wind) keiner mehr hinfahren. Für Rom konnte sich auch keiner so richtig begeistern. Also Gratwanderung auf dem markanten Monte Circeo, Erkunden des langen Strandes von Sabaudia oder einfach faulenzen. Nachmittags gab es eine Riesenmenge an Obstsalat, die wir aber - für alle überraschend - "locker" restlos niedermetzelten. Auch Tischtennis wurde regelmässig gespilet, nachdem "Sarah und Support-Team" zuerst aus zwei defekten Platten eine zusammengebastelt hatten.
Die zwei letzten Tage wurden bei weiterhin starkem Wind, der nur selten in der Richtung passte, am oder überm Startgelände Norma verbracht bzw. "rumgehangen". Endstand sehr erfreuliche 5:2 (Flugtage zu Nicht-Flugtagen).
Einige hatten 10 Flüge gesammelt, andere 10 Flugstunden. Dazu erste Frühlingsgefühle und das Norma-typische immer wieder tolle Italien-Urlaubsfeeling.

Weitere Anmerkungen: vier Kochsessions mit vier verschiedenen (!) Gerichten und vier verschiedenen "Maitres de cusine"; das große CZ-Team brachte nicht nur einen eigenen Koch (und Fahrer) mit großer Spezialpfanne mit sondern auch eine semi-professionelle Bierzapfanlage und etliche Fässer "Betriebsmittel". Zurückstoßen aus einer falschen Mautspur führte zu einem "netten Leitplankenkuss" :-(   völlig problemlose und sehr zügige Hin- und Rückfahrten (alle per Auto, erstmals reiste niemand per Flugzeug an).

Die Woche vor Karfreitag ist auch 2011 schon wieder reserviert. In 2011 liegt Ostern aber maximal spät (24.4.), so dass wir 3 Wochen später mit hoffentlich noch besseren Verhältnissen dort sein werden! Der Talsprung südöstlich von Norma mit anschließendem Flug über Bassiano bis Seeze und vor allem wieder ganz zürückzum SP Norma sind jetzt einfach fällig!

Martin

Zum Fotoalbum gehts hier lang...