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Teilnehmer: TO1 Klaus, TO2 Martin, Frank, Reinhold, Rüdiger (Bericht)
…lieber ein gaaanz später Tourenbericht, als gar keiner!
Voller Erwartung fuhr ich am herrgottsfrühen Donnerstag-Morgen mit den beiden erfahrenen Pinzgau-Fliegern Frank und Martin Richtung Österreich, um dieses bekannte Streckenfluggebiet nun auch kennen zu lernen.
Meine beiden Mitfahrer weihten mich denn auch schon auf der Fahrt bestens in die Möglichkeiten und Besonderheiten vor Ort ein, so dass der „Pinzgauer Spaziergang“ entlang des schönen Salzachtals schon fest eingeplant war.
Je näher wir jedoch den Alpen kamen, desto mehr kam die Befürchtung
auf, dass die Spaziergänge eher zu Fuß stattfinden könnten – die Wolken
schossen schon früh morgens gar mächtig.
An unserem Ziel der Seilbahn-Talstation in Neukirchen beratschlagten
wir dann zunächst, ob sich eine Auffahrt (ca. 12,- Euro) überhaupt
lohnen könnte. Unser Fliegergeist siegte schließlich und so schwebten
wir – per Seilbahn – auf den Wildkogel.
Ohne zu großes Para-Waiting starteten wir am späten Vormittag zu
unserem ersten Pinzgau-Flug, der sich bei den verschiedenen
Crew-Mitgliedern zwischen einem verzögerten 20-minütigen Abgleiter und
einem recht ruppigen 1 ½-stündigen „Am-Berg-Herumkratzen“ bewegte.
Die Geschichte war jedenfalls nicht so, dass es uns an diesem Tag ein
2. Mal zum Startplatz zog – das Eis-Cafe mit absolut zu empfehlenden
Eis- und Kuchenspezialitäten war da doch die weit bessere Alternative!
Eine Besichtigung des Fluggebiets in Hollersbach spät nachmittags
brachte an diesem Donnerstag noch die Erkenntnis, dass statt des sonst
vom Pass Thurn her so zuverlässig wehenden bayrischen Windes ein Wind,
der sich überhaupt nicht entscheiden konnte, ob er nun von vorne oder
von hinten blasen will, uns ein abendliches Soaren ersparte.
Einen sehr positven Abschluß des bisher doch sehr durchwachsenen Tages
brachte unsere überaus weiter zu empfehlende Unterkunft (ein großes Lob
an Martin!) und das gemütliche Beisammensein bei einer zünftigen
Mahlzeit und einigen verspäteten Lande-Bieren.
Den nächsten Tag kann ich eigentlich auslassen, denn außer einer
Halbhöhenwanderung, bei der wir aufgrund der tiefhängenden Wolken nicht
dauernd nackte Bergspitzen ansehen mussten, und verschiedenen
kulinarischen Genüssen passierte nichts!
Der Wetterbericht und die morgendliche In-Augenscheinnahme der höheren
Regionen um uns, ließen uns am Samstag den spontanen Entschluß fassen,
einen Ausflug in das schöne Zillertal zu wagen. Vorbei an den
beieindruckenden Krimmler Wasserfällen strebten wir in gemütlicher
Fahrt über den Gerlos-Pass nach Mayrhofen, um unser Flug-Glück am
Penken zu finden.
Ohne auf einen „Längerflieger“ neidisch sein zu müssen fanden wir alle
unser kurzes Glück in einem 20-minütigem Gleitflug. Nach dem Motto „Das
kann’s heut doch nicht gewesen sein – ein Fluggebiet geht noch“ lernte
ich anschließend, wiederum hervorragend instruiert von unseren
Zillertal-erfahrenen Gruppenmitgliedern, einen Startplatz auf der
Zillertaler Höhenstraße kennen. Was folgte, kann der geneigte Leser
schon erahnen: schöne, ruhige Gleitflüge, um möglichst schnell das
Lokal neben der großen Landewiese zu erreichen.
Fazit des Tages: der Ausflug hatte sich gelohnt, auch wenn jeder
Teilnehmer für mehr Fliegen sicher schon deutlich weniger Aufwand hatte!
Nachdem klar war, dass uns auch der Sonntag nicht mit Hammerthermik
belohnen würde, entschieden wir uns dazu, früh den Heimweg anzutreten
und unterwegs noch etwas Fliegen zu gehen. Unser Ziel war dann bei
zunächst recht ordentlichen Wetterbedingungen die Choralpe bei
Westendorf / Kitzbühel.
Dort angekommen sahen wir von der sehr üppigen Landewiese aus neben
einzelnen Acrofliegern, die ja immer alles dafür tun, schnell wieder
festen Boden unter die Füße zu bekommen, auch einige Normalflieger um
den Gipfel herumkreisen. Einzelnen gelang es dabei sogar, etwas zu
überhöhen und sich länger in der Luft zu halten.
So motiviert fuhren wir mit der Bahn zügig nach oben und machten uns
nach einem etwas größeren Spaziergang von der Gipfelstation zum
Startplatz auch gleich flugfertig.
Ausgiebigere Flugerlebnisse blieben uns dann auch beim Abschlußflug
unserer Tour versagt, dafür waren wir alle aber sicher wieder am Boden,
bevor die im Norden sichtbare dunkle Gewitterfront sich bedrohlich
näherte.
Beim gemütlichen Ausklang unserer Ausfahrt im Westendorfer
Marktplatz-Cafe waren wir uns einig: dieser Teil Österreichs ist es
wert, dass wir ihn bei besseren Bedingungen stärker von oben
kennenlernen!
Also: auf ein Neues im nächsten Jahr!
Rüdiger
Ein paar Bilder gibts noch im Fotoalbum...
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