Pinzgau [02. - 05. Juli 2009] Drucken
Geschrieben von: Rüdiger   
Samstag, den 31. Oktober 2009 um 10:16 Uhr

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Teilnehmer: TO1 Klaus, TO2 Martin, Frank, Reinhold, Rüdiger (Bericht)

…lieber ein gaaanz später Tourenbericht, als gar keiner!

Voller Erwartung fuhr ich am herrgottsfrühen Donnerstag-Morgen mit den beiden erfahrenen Pinzgau-Fliegern Frank und Martin Richtung Österreich, um dieses bekannte Streckenfluggebiet nun auch kennen zu lernen.
Meine beiden Mitfahrer weihten mich denn auch schon auf der Fahrt bestens in die Möglichkeiten und Besonderheiten vor Ort ein, so dass der „Pinzgauer Spaziergang“ entlang des schönen Salzachtals schon fest eingeplant war.

Je näher wir jedoch den Alpen kamen, desto mehr kam die Befürchtung auf, dass die Spaziergänge eher zu Fuß stattfinden könnten – die Wolken schossen schon früh morgens gar mächtig.
An unserem Ziel der Seilbahn-Talstation in Neukirchen beratschlagten wir dann zunächst, ob sich eine Auffahrt (ca. 12,- Euro) überhaupt lohnen könnte. Unser Fliegergeist siegte schließlich und so schwebten wir – per Seilbahn – auf den Wildkogel.
Ohne zu großes Para-Waiting starteten wir am späten Vormittag zu unserem ersten Pinzgau-Flug, der sich bei den verschiedenen Crew-Mitgliedern zwischen einem verzögerten 20-minütigen Abgleiter und einem recht ruppigen 1 ½-stündigen „Am-Berg-Herumkratzen“ bewegte.
Die Geschichte  war jedenfalls nicht so, dass es uns an diesem Tag ein 2. Mal zum Startplatz zog – das Eis-Cafe mit absolut zu empfehlenden Eis- und Kuchenspezialitäten war da doch die weit bessere Alternative!

Eine Besichtigung des Fluggebiets in Hollersbach spät nachmittags brachte an diesem Donnerstag noch die Erkenntnis, dass statt des sonst vom Pass Thurn her so zuverlässig wehenden bayrischen Windes ein Wind, der sich überhaupt nicht entscheiden konnte, ob er nun von vorne oder von hinten blasen will, uns ein abendliches Soaren ersparte.

Einen sehr positven Abschluß des bisher doch sehr durchwachsenen Tages brachte unsere überaus weiter zu empfehlende Unterkunft (ein großes Lob an Martin!) und das gemütliche Beisammensein bei einer zünftigen Mahlzeit und einigen verspäteten Lande-Bieren.

Den nächsten Tag kann ich eigentlich auslassen, denn außer einer Halbhöhenwanderung, bei der wir aufgrund der tiefhängenden Wolken nicht dauernd nackte Bergspitzen ansehen mussten, und verschiedenen kulinarischen Genüssen passierte nichts!

Der Wetterbericht und die morgendliche In-Augenscheinnahme der höheren Regionen um uns, ließen uns am Samstag den spontanen Entschluß fassen, einen Ausflug in das schöne Zillertal zu wagen. Vorbei an den beieindruckenden Krimmler Wasserfällen strebten wir in gemütlicher Fahrt über den Gerlos-Pass nach Mayrhofen, um unser Flug-Glück am Penken zu finden.
Ohne auf einen „Längerflieger“ neidisch sein zu müssen fanden wir alle unser kurzes Glück in einem 20-minütigem Gleitflug. Nach dem Motto „Das kann’s heut doch nicht gewesen sein – ein Fluggebiet geht noch“ lernte ich anschließend, wiederum hervorragend instruiert von unseren Zillertal-erfahrenen Gruppenmitgliedern, einen Startplatz auf der Zillertaler Höhenstraße kennen. Was folgte, kann der geneigte Leser schon erahnen: schöne, ruhige Gleitflüge, um möglichst schnell das Lokal neben  der großen Landewiese zu erreichen.

Fazit des Tages: der Ausflug hatte sich gelohnt, auch wenn jeder Teilnehmer für mehr Fliegen sicher schon deutlich weniger Aufwand hatte!

Nachdem klar war, dass uns auch der Sonntag nicht mit Hammerthermik belohnen würde, entschieden wir uns dazu, früh den Heimweg anzutreten und unterwegs noch etwas Fliegen zu gehen. Unser Ziel war dann bei zunächst recht ordentlichen Wetterbedingungen die Choralpe bei Westendorf / Kitzbühel.

Dort angekommen sahen wir von der sehr üppigen Landewiese aus neben einzelnen Acrofliegern, die ja immer alles dafür tun, schnell wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen, auch einige Normalflieger um den Gipfel herumkreisen. Einzelnen gelang es dabei sogar, etwas zu überhöhen und sich länger in der Luft zu halten.
So motiviert fuhren wir mit der Bahn zügig nach oben und machten uns nach einem etwas größeren Spaziergang von der Gipfelstation zum Startplatz auch gleich flugfertig.
Ausgiebigere Flugerlebnisse blieben uns dann auch beim Abschlußflug unserer Tour versagt, dafür waren wir alle aber sicher wieder am Boden, bevor die im Norden sichtbare dunkle Gewitterfront sich bedrohlich näherte.

Beim gemütlichen Ausklang unserer Ausfahrt im Westendorfer Marktplatz-Cafe waren wir uns einig: dieser Teil Österreichs ist es wert, dass wir ihn bei besseren Bedingungen stärker von oben kennenlernen!
Also: auf ein Neues im nächsten Jahr!

Rüdiger

Ein paar Bilder gibts noch im Fotoalbum...