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Teilnehmer (v.l.n.r.): Klaus, Jörg (ausführlicher Bericht-Input), Werner, Holger, Antonio, Ewald, Rüdiger, Eckart, Martin (TO + Editor), Wolf, Frank, Rudolf
Die Anreise in den vom TO "gut gefüllten" Fahrgemeinschaften lief überwiegend glatt und zügig. Das Wetter vor Ort war trüb und regnerisch. Statt gleich am ersten Tag zu fliegen, konnten wir uns auf dem 'Dolomites Flying Meeting' gemütlich bei Cappuccino und Espresso unter wärmenden Strahlen einiger Gasheizstrahler auf die bevorstehende Fliegerwoche einstimmen.
Das diesjährig zum ersten Mal stattfindende 'Dolomites Flying Meeting'
(http://www.dolomitesflying.com/de/) zeigte sich als kleine aber feine
Veranstaltung. Relativ wenige Aussteller, dafür viele "Größen" des
Gleitschirmsports hautnah präsent u.a. Toni Bender, Burkard Martens ...
Gegen später lichtete sich der Himmel und ab 18:00 waren auch die ersten Schirme in der Luft :-)
Es folgte eine ganze Woche mit touristisch und fotografischem Top-Wetter:
- Sonnig schön die ganze Woche über (seit Jahren mal kein Schneefall!)
- dank mäßigem Nordeinschlag auch klar und immer Super-Sicht
- auf Startplatzhöhe (2.300 m) - windgeschützt und nicht abgeschattet! - angenehme Temperaturen um 10 Grad
Fliegerisch etwas genauer hingeschaut hatte es:
- die meiste Zeit Nordlage, dementsprechend ruppige bis anspruchsvolle Bedingungen,
- dafür aber auch Steigwerte bis über 9m/s, allerdings Leethermik - wer's mochte, konnte das gut nutzen :-)
- es ging weit hoch, aber leider war's dort oben dann auch saukalt :-(
- wenn auch nicht immer sanft, konnte doch jeden Tag geflogen werden.
- zumindest ein schöner Abgleiter am Vormittag für Flughungrige,
Gebietsneulinge und/oder "Softies" war immer drin. Beherzter
Vorwärtsstart Richtung Norden und nordseitiges Umfliegen der
berüchtigten Ostkuhle vorausgesetzt ....
Trotz der von Jahr zu Jahr immer noch weiter ansteigenden Zahl von
Fliegern und dem HG-/PG-Mischbetrieb kam man überraschend geordnet /
fair in die Luft. Die erwarteten - und dort in den letzten Jahren
leider üblichen - Heli-Einsätze blieben erfreulicherweise die ganze
Woche aus. Was aber nicht heißt, dass in der Luft nicht richtig was los
war .... U.a. mischten, offenbar eher unerfahrene, HGs die vor dem
SW-Start soarenden GSe mehrfach heftig auf :-(
Am Boden kam es allerdings doch zu einem durchaus (lebens-)gefährlichen
Zwischenfall. Ein Pilot aus NL wurde durch einen unkontrollierten
Startversuch eines Piloten aus CZ am oberen SW-SP in seinen Schirm
geschleudert und beschleunigte eingehüllt in diesen auf dem rutschigen
Gras rasant abwärts. Der beherzte Versuch einiger am unteren SP
wartender Piloten irgendwie an möglichst vielen Stellen gleichzeitig
den Schirm - und keinesfalls den "umwerfenden / mitreissenden" Piloten!
- zu greifen schien zwar eher aussichtlos, klappte aber zum Glück doch.
Uff!!
Einige fliegerische Highlights:
- jeder PCS-ler mit GPS (und geladenen Akkus!) reichte OLC-Flüge ein
(nach PCS filtern und zum Anfang der neuen OLC-Saison 2010 scrollen, da
wimmelt es nur so von "Col Redella")
- etliche Flüge über 6 Stunden und über 100 Punkten von Wolf und Rudolf.
- jede Menge persönliche Höhen-, Strecken- und Punkterekorde sowie neue
Horizonte / Zielpunkte (u.a. bis weit S/SW-lich von Moena und wieder
zurück, Rosengarten/Karerpass, Fedajasee etc.)
- maximale Höhen von 3.700 - 4000 m
- Toplandung auf der Marmolada incl. anschließender
Beweis-Eis-Lieferung (Foto vergessen!!) nach Ab-SAT-en und Toplanden am
Rodella-Ost-SP an die dort parawait-ende neidische PCS-Truppe :
Respekt, Mats, was für ein temporärer Abschied von den Alpen!
- jeder Teilnehmer konnte nach seinem Gusto ausreichend Flüge machen, im Schnitt um die 10 Flüge.
An einem Tag wurde die Windsituation nach dem Morgenflug als "nur für
echte Cracks, aber nichts für uns" beurteilt. Stattdessen - nach
sportlicher PKW-Auffahrt, die die Überlegenheit von
Diesel-Newton-Metern wiedereinmal deutlich unterstrich - mit der
Seilbahn rauf auf den Piz Pordoi (dank genialem Panorama-Pass ja quasi
kostenlos!) und von dort den absolut wolkenfreien Piz Boe "packen".
Belohnung war eine traumhafte Rundum-Fern-Sicht (>50 km). Man sah
auch überraschend viele Fieger am Himmel. Hauptsächlich weit im S/SO an
den ersten N-Wind-Prallhängen. Viel Vorwärtsfahrt hatten die allerdings
nicht und wir bereuten die Entscheidung fürs Wandern nicht wirklich.
Einige traten den Heimweg vom Pecol / Belvedere aus fliegerisch an.
Abendsoaring im Talwind war aber - wie die ganze Woche - nicht möglich.
(Teilweise musste sogar von der Rodella-Bahn weg eingelandet werden
....).
Kulinarische Höhepunkte waren super leckere und übergroße (>40 cm)
Pizzen in der Pizeria Salin in Pera zu überraschend zivilen Preisen,
Cappuccino und Studel di Mele auf der Terrasse der Hütte am Col Rodella
und natürlich auch die Selbstversorgung in den drei-ein-halb FeWos.
Besondere Vorkommnisse gab es bis auf einen "Verhänger" im Sessellift
nicht. Dabei ist aber auch nichts "Bleibendes" passiert. Der Schirm
konnte in mehrstündiger Kleinarbeit geflickt werden und flog danach
wieder stundenlang.
Auf der Heimreise nutzten Einge noch die Gelegenheit zu einem Abstecher
zur "Free Flight" am Fuße des Tegelbergs bei Füssen. Die "neue" Messe
zeigte sich als ein Event mit vielen Vorführungen und allen größeren
bekannten Herstellern im Ausstellungsteil. Hier auffallend die immer
größere Zahl von Motorherstellern. Das GS-Motorfliegen scheint immer
mehr im Kommen.
Insgesamt war die Ausstellung aber auch nicht ergiebiger oder größer
als die "Termik" in Sindelfingen, jedenfalls nach subjektiver Meinung
einiger anwesender PCS-ler. Die zahlreichen Vorführungen waren ja dank
Tegelberg und schönem Wetter recht interessant. Vor allem der
Elektro-Starter Vorführversuch, der wegen eines nicht befestigten
Helmgurtes den Helm in den Propeller zog und diesen restlos zerlegte.
Oder die Synchron-Akro Vorführung, die wegen zu langer Wartezeit
(voraus fliegende GSen) und dann recht geringer Höhe etwas mickrig
ausfiel. Alles in Allem gibt es hier noch Optimierungspotential.
Fazit:
Alles hat gepasst: 6 Tage Flugwetter am Stück, eine prima
Fliegertruppe. Alle waren happy und blieben unverletzt - was will man
mehr?! Insgesamt eine praktisch perfekte Ausfahrt (der Dank an den
"Rundum-Sorglos-TO" wurde in flüssiger Form ausgedrückt)
Hier gehts zum Fotoalbum...
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