Zillertal [09. - 16. August 2009] Drucken
Geschrieben von: Andreas   
Dienstag, den 18. August 2009 um 10:34 Uhr

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Teilnehmer (v.l.n.r.): Martin, Wolfgang v.B., Wolfgang M., Karin, Andreas (Berich), Gerhard, Bärbel, Frank, Lorenz (TO), Holger, Thomas, Wolfgang A. plus Regine und Lothar (blieben bei der Anfahrt hinter einem Traktor hängen) sowie WernAir (Gastflieger und MOC = Meteo Online Consultant)

Trotz offiziellem Tourbeginn am Sonntag, dem 09.08. konnten es einige Wenige nicht unterlassen, aus Angst vor der großflächig angekündigten Wetterverschlechterung, bereits am Samstag nicht nur anzureisen, sondern auch noch am Penken zu fliegen (man sprach später auch von längeren Abgleitern).

Während aufgrund der schlechten Wetterprognose dann der Sonntag offiziell als Anreisetag gewertet wurde und der Treff von flugtauglichen 11 auf 19:00 Uhr bei Hanni festgelegt wurde (damit sich die Udernser Ferienwohnungsbesatzer (6) mit den Unterlöberhofbewohnern (6) und den Luxuscampern (2) treffen konnten), durften die ungeduldig zu früh Angereisten noch mal über dem Achensee einen eher kurzen Flug mit herrlicher Aussicht (u. a. auf die Retterabgänge des dortigen Sicherheitstrainings) genießen.


Am Montag war dann erwartungsgemäß (man spricht auch von der selbsterfüllenden Prophezeiung) aufgrund der Regenschauer, die natürlich nicht aus dem blauen Himmel fielen, fliegerisch eher wenig (sprich Null-Komma-Nix) möglich.

Am Dienstag konnte dann aber an der Wildschönau geflogen werden. Gerüchteweise sind tatsächliche auch welche vom Unterflöber Hof ins Tal geflogen, um sich dort von den Nichtfliegern im Auto aufnehmen zu lassen.
Näheres zu den sich anschließenden Flügen an der Wildschönau  auszuführen läge nun allerdings im Bereich der Übertreibung, aber immerhin kamen alle in die Luft (manche sogar vier Mal, während andere die doch eher wechselhaften Startbedingungen nutzten, um mal kurz zu Fuß die 600 Höhenmeter (auch hier gab es einen Wiederholungstäter) zu bewältigen. Deutlich wurde, dass auch die Startrichtung "Vorwärts" anspruchsvoll sein kann, besonders für jene, die sich gewöhnlich lieber von etwas mehr Wind beim Rückwärtsstart ohne Einsatz der unteren Körperextremitäten hochliften lassen.

Auch Gelegenheit für einen Apfelstrudel gab es, nachdem man kurz vor Regenbeginn  - oder auch etwas später :-( - gelandet war. Auch anschließend konnte noch geflogen werden, was allerdings von unten nicht so sicher vorhergesehen werden konnte, so dass sich einige vorzeitig zur Campingplatzbesichtigung in Kramsach/Rattenberg verabschiedeten. Später trafen sich alle dort, um den wirklich sehenswerten 5-Sterne-Luxus-Komfort-Campingplatz Toni in Augenschein zu nehmen, sich mittels eines Seiles ins Seewasser zu schwingen (man sprach auch vom Gleitflug mit Wasserlandung, wobei die Leinenanzahl des Fluggerätes drastisch optimiert war), gegen Glaswände, hinter denen Efeu wuchs, zu pinkeln (den Frauen blieb dieses Vergnügen meines Wissens nach verwehrt), dort zu essen (sorry, im zugehörigen Restaurant natürlich), und den Tag ausklingen zu lassen.

Am Mittwoch waren dann vom Co-TO (oder war die korrekte Bezeichnung MOC - Meteo Online Consultant?) WernAir die Wetteraussichten dahingehend treffend ausgewertet worden, dass wir uns um 12.30 Uhr in Hopfgarten zum Flug von der Hohen Salve treffen wollten. Während ein Teil der Mannschaft sich an diesen Plan hielt, konnten sich wenige Abtrünnige nicht dazu überwinden, an der wolkenverhangenen Hohen Salve hochzufahren. Stattdessen blieben sie gleich an der gegenüberliegenden bereits freien Choralpe, wohin sie ein desorientierter Fahrer sowieso schon geführt hatte. Diese "bösen Abtrünnigen" wurden dann auch noch mit sehr schönen und durchaus langen Flügen, immer dicht unter den Wolken (oder auch etwas höher) gleich um 12:30 Uhr belohnt. 3 davon besuchten sogar die an der Hohen Salve nach Basis-Hebung inzwischen startklaren Kollegen auf dem Luftweg. ( siehe Flüge von  Martin, Wolfgang und Frank )
Im Laufe des Nachmittags kamen dann auch noch die planmäßig an der Hohen Salve Wartenden rüber zur Choralpe, manche geflogen, manche aber auch (am Seil abgleitend und dann) per Auto.
Auch der Co-TO / MOC war an diesem Tag in seinem Element anzutreffen und bekam ausreichend Lob für seine sehr treffsicheren Diagnosen des Wetters, denn auch am späteren Nachmittag waren weitere sehr schöne Flüge bis zu 3 Stunden möglich, wenngleich auch eine natürliche, undurchsichtige Höhenbegrenzung nicht wegzuwischen war, aber die blauen Löcher dazwischen wurden immer größer, so dass manche sogar bis auf 2.200 m aufdrehen konnten.

Nach den inzwischen schon zur Gewohnheit (mehr als einmal fällt schon darunter) gewordenen Abgleitern der Unterflöberhofteilnehmer traf man sich am Donnerstag am Penken in Mayerhofen um bei Null- bis optimalem Wind zu starten und nach Flugzeiten von bis zu einer Stunde unten am Hotel Edenlehen einzulanden und die dort angebotenen Eisbecher zu verkosten. Die auf 14 Uhr (oder hatte unser MOC die Absicht, uns lieber eine Stunde zu früh ab Boden zu wissen?) vorhergesagte Störung kam dann erst später. Gegen 15 Uhr konnte nach den Eisbechern das senkrechte Einparken von einigen Tandempiloten beobachtet werden, die weitere Verschlechterung ließ jedoch auf sich warten. Trotzdem starteten noch einige der Piloten durch (allerdings auf motorisierten Vierrädern ohne Schirm), um rechtzeitig zur Führung in der Holzfabrik "Feuerwerk" einzutreffen, während andere sich zu Kaffee und Nusszopf auf der Terrasse der Ferienwohnung in Uderns zurückzogen. Ausklang war am Abend wieder gemeinsam beim Abendessen gegenüber der Ferienwohnung im Standlhof, unter anderem mit „Restl“- Essen und anderen österreichischen Spezialitäten.
Es gibt gewisse Arten von Geräuschen, die manchen Piloten zwingen, sich im Bett doch noch mal und noch mal umzudrehen und das Kissen über den Kopf legen zu müssen um nicht zu hören, was da vor dem Fenster vom Himmel fällt. Allerdings verstummte diese Geräuschkulisse kurz vor dem Frühstück und bereits mit den letzten Kaffeeschlückchen kam am Freitag früh die Sonne wieder.

Treffpunkt wurde auf durchaus späte 14 Uhr in Westendorf festgelegt, wobei die ewig zu früh Kommenden aus Uderns natürlich um diese Zeit bereits startfertig auf der Choralpe oben standen. Eigentlich war es ein langweiliger Tag, man konnte trotz morgendlichem Regen doch gut fliegen, mache 1 mal, manche 3 mal, einige kürzer, andere wieder länger, selbst die letzte Landung durch den TO ist ja schon gewöhnlich und bringt nicht so richtig Spannung in den Tag. Lediglich die perfekte Protektor-Landung des Co-TO / MOC mit dem Spruch: „Der ist ja auch 10 Minuten später gestartet“  brachte noch kurz etwas Lebendigkeit in einen ansonsten fliegerisch total gewöhnlichen Tagesausklang.
Nun gut, es soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass die Gesamtstimmung sehr gut war, waren doch bisher fast alle Tage fliegbar gewesen, trotz sehr schlechter Wetterprognose und immerhin waren zu diesem Zeitpunkt die Aussichten auf die verbleibenden 2 Tage sehr positiv, also konnte es ja nur noch besser werden.

Am Samstag frühmorgens schien die pralle Sonne (trotzdem reisten die ersten schon ab), am späten Vormittag traf man sich dann in Fügen, um zum Spieljoch hochzufahren. Die leider herrschende so nicht bzw. erst für nachmittags vorhergesagte Westlage machte den Start "etwas anspruchsvoller". Die seltenen Phasen der thermischen Ablösungen wurden leider immer kürzer. Trotzdem konnten einige Wenige bei ultrakurzen fast-Null-Phasen schnell genug laufen, um abzugleiten, die ersten 500 m Flugstrecke mit hohem Groundspeed und sehr profilnah.
Am späteren Nachmittag war man von Zell im Zillertal zur Rosenalm hochgefahren, wo der TO keine Geduld mehr hatte, um die von den Locals genannte 17 Uhr Grenze abzuwarten.  Ca. 30 Minuten später - es war ziemlich genau 17 Uhr - kam über Funk die Meldung, dass es am Prallhang des Talwindes (Heinzenberg) nun doch gehe, woraufhin die restlichen Flieger zügig starteten und die meisten dann auch sehr schöne, hohe und lange Flüge machen konnten, bis im Tal die Sonne längst verschwunden war. Leider fanden manche den Prallhang nicht oder kamen schon zu niedrig an, landeten eher unsanft im Hang (in noch beträchtlicher Höhe vom Tal) oder flogen gar nach erfolgloser Aufwindsuche in die falsche Richtung ab um sich in der Düse langwierig (im Beschleuniger) wieder dem Landeplatz zu nähern.
Das vom FeWo-Wirt empfohlene Schützenfest in Hart stellte sich als Hartrockfestival für Jugendliche heraus, wofür nach den tollen Flügen einfach nicht mehr genug Energie vorhanden war. Deshalb traf man sich wieder im Stadlhof zum Ausklang des offiziellen Teils der Ausfahrt und verabschiedete sich oder verabredete sich für den Sonntag noch mal.

Und es ging dann mit purer Sonne weiter: Sonntag gegen Mittag gab es die Gelegenheit, vom Sonnwendjoch 1.200 m ins Inntal nach Kramsach abzugleiten, bevor endgültig auch für die Letzten die zum Glück bis aufs übliche Teilstück Ulm - Aichelberg staufreie Heimreise begann.

Insgesamt eine Ausfahrt, die für viele zufriedene Gesichter sorgte und dafür herzlichen Dank an alle TOs, Co-TOs und den MOC sowie alle weiteren Beteiligten - eigentlich haben ja ALLE mitgewirkt, dass die Ausfahrt rundum positiv verlief, manche eben etwas mehr bzw. in "offizieller" Funktion!

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