Annecy oder sonst wo - [20. – 27. Juni 2009] Drucken
Geschrieben von: Martin Friedlein   
Sonntag, den 26. Juli 2009 um 18:24 Uhr

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Teilnehmer (von links nach rechts) : Martin F. (Bericht), Steffen, Antonio, Frank (div. Fotos), Markus (TO), Martin S.

Die Auswahl des Fluggebietes war dieses mal sehr leicht , da in den Alpen Nordföhn angesagt war.
Wie auch schon im letzten Jahr ist die Wahl auf Annecy gefallen.
Die Anfahrt am 20.06.09  konnte in aller Ruhe stattfinden , denn auch in Frankreich  war das Wetter alles andere als gut. So fanden sich Martin S, Antonio, Steffen und Martin F. am frühen Abend am Camping La Nublier am südlichen Seeende ein. Nur der TO Markus und Frank  ließen auf sich warten. Spät in der Nacht, weil Datenkabel vergessen und diverse Stauumfahrungen , sind auch diese leicht genervt doch noch angekommen.


Ein Teil der Gruppe hat sich diesmal für eine feste Behausung auf dem Campingplatz entschieden. Da ist sogar ne eigene Dusche drin. Diese bietet jedoch auch nicht viel Platz und so sind die Nachwirkungen bei Antonio auf dem Gruppenbild zu sehen.

Am Sonntag das erste Breefing war ernüchternd , denn auch die kommenden Tagen sollte keine Wetterbesserung kommen.
So wurde am  Sonntag und Montag den 21.+22. jeweils ein  morgendlicher  Flug am Col de Forclaz unternommen. Mittags war genügend Zeit um Aufziehübungen am Landeplatz in Doussard zu machen.

Der Dienstag war laut Vorhersage mit starken Nordwind der schlechteste Tag . Das Ersatzprogramm war mit Klettern und eine Wanderung zum Ost  Startplatz Entrevernes schnell gefunden. Doch wie auch in Deutschland ist auf den französischen Wetterbericht kein Verlass und es konnte zur Mittagszeit geflogen werden. Am Nachmittag zurück am Campingplatz waren nur noch  vereinzelte Schirme am Himmel und die mussten gegen dem mittlerweile sehr starken Wind ankämpfen und sich ordentlich durchschaukeln lassen.

Zur Frustbekämpfung ging es abends zum Essen . Bei der einheimischen Tartiflet  und der Pizza Savoyard stießen wir mit wohl ausreichend Wein auf besseres Wetter an ( und es sollte helfen ).
Schon am nächsten Tag war das Wetter auf unserer Seite. Mit einem Plan gingen wir zur Sache.  Morgenflug im Ort Marlens beim Col de l'Épine.  Der Mittagsflug bei Col de Forclaz und der  schönste Flug des Tages am Planfait .An dem jeder stundenlang bis in den Abend flog. Martin S. wagte die kleine Seerunde und wurde prompt belohnt , denn auch nach der Seequerung ging es bei der hinteren Grete an der westlichen Seite des See´s verlässlich nach oben . Der Rückflug zum Campingplatz reine Formsache und der Sprung in den warmen See der perfekte Abschluss.

Der Donnerstag war ebenfalls ein Tag mit großem Potential . Beim Col de L´Epin fing es morgens wieder an um anschließend am Planfait weiterzufliegen. An diesem Tag die Zähne zu überhöhen war  nicht so einfach . Bis oben hochgekämpft ging  Markus L. Richtung Annecy auf Strecke . Doch auf halber Strecke bei schwacher Thermik wagte er einen Talsprung nicht mehr und kehrte zum Landebier nach Talloires zurück.
Wieder war es der Abendflug der nochmals richtig Spaß bereitete. Am Col de Forlaz wurde um ca. 18:00 Uhr gestartet , der geplante Abgleiter wurde zum schönen Abendflug mit weichen zuverlässiger Thermik. Höhen bis zu 1900 m ü.MSL wurden erflogen.

Am Freitag ( letzter Flugtag ) drückte der Nordföhn wieder durch , so dass höchstens ein Morgenflug noch zu machen war. Dieser sollte noch einmal etwas besonderes sein und so machten wir uns auf den Weg Richtung Osten  zum Startplatz Bisanne. Der Startplatz auf 1970mH mit einem Höhenunterschied von 1270m. Eine schöne Arbeitshöhe !

Bei der Landeplatzbesichtigung in Beaufort sur Doron trafen wir auf Locals mit denen sich Antonio in deren Landessprache ausgiebig austauschte. Zu spät ! Der Düseneffekt im Tal zeigte bereits seine Wirkung , dass selbst die Einheimischen auf einen weiteren Flug verzichteten.

Auf dem Heimweg machte der ein oder andere noch einen Flug am Saléve . Ein  Starplatz mit einem herrlichen Blick auf den Genfer See mit der großen Wasserfontaine .

Kurz und bündig:
Eine Woche mit vereinzelt guten Flugtagen machten den sechs Teilnehmern der Ausfahrt trotzdem viel Spaß. Weinhaltige Abende, französisches Essen sind allemal besser als  arbeiten.

Happy Landings

Martin F.

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