Pyrenäen [16. - 25. Mai 2009] Drucken
Geschrieben von: Volker Baucke   
Donnerstag, den 28. Mai 2009 um 22:47 Uhr

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 Teilnehmer v.l.n.r: Volker (Bericht), Martin, Traute, Ernst (TO), Horst, Gerd, Eilhard

Eine unternehmungslustige Truppe hat 10 super Tage bei besten Flugbedingungen in 7 Fluggebieten in den spanischen Pyrenäen und an der Costa Brava verbracht. Es wurde bis auf zwei Ausnahmen täglich geflogen (die Flüge mit Germanwings eingerechnet   ;-) .

Die ersten 4 Tage haben wir 10 km vor Andorra im Olympia-Städtchen La Seu d'Urgell verbracht (Barcelona 1992: Kanuslalomwettbewerbe!). Drei Fluggebiete in Höhe von bis zu 2.300m haben wir erkundet, dabei auch die Fahrzeuge stark strapaziert und sind mit Geiern um die Wette geflogen. Abends gings an den "Zauberberg" von Organya. Zusammen mit den Rodriguez-Brüdern und Ihren Acro-Freunden sind wir im magischen Aufwind "ohne runter" geflogen bis die Bremsleinen geglüht haben. Es ist ein einmaliges Erlebnis, wenn das Vario unentwegt piepst und man in ruhiger Luft immer weiter steigt, egal wohin man fliegt... Gleichzeitig neben einem die Acropiloten abenteuerlich mit beängstigenden Manövern in die Tiefe sausen um Minuten später wieder im Aufzug nach oben zu soaren.
Unterwegs auf halber Strecke der 20 minütigen Rückfahrt vom "Muntanya Magica" gab's original Pyrenäenessen vom Grill: Mega-Steaks und Filets vom offenen Feuer bis die Schwarte kracht! Anschließend die obligatorische Crema Catalan und Kaffee mit Schuß!
Nachdem wir uns "satt geflogen" hatten fuhren wir die ca. 90 Km zum Weltcup-Ort Àger an einer 20Km langen 1.000m hohen Kante der Vor-Pyrenäen gelegen. Leider hatten wir dort kein besonderes Wetterglück, der Wind stand leicht seitlich an und die Sonne war durch Schleierwolken verdeckt, so dass wir nurmehr Abgleiter fabrizierten... Die urige Übernachtung in einem 8-er-Zimmer in einem umgebauten Bahnhof mitten in der Wildnis bleibt als Highlight dennoch erwähnenswert, wie auch das zweimalige EUR 10,- Gourmet-Menü inkl. Rausch um die Mittagsflaute zu überbrücken.
Weiter ging die Reise dem guten Wetter hinterher an einen Windpark mit mega-Aussicht ("traumhaft" war die Vokabel des Tages). Nunmehr kennen wir sämtliche Schotterpisten Kataloniens. Dank zweier GPS' und einem Navi hat's (manchmal mit leichten Umwegen) dann doch immer geklappt. Kurz vor der Küste dann nochmals ein Highlight: Turro de l'Homme mit 1.500m Höhenunterschied und  9,5 Km Flugstrecke zum Landeplatz mit eigenem Restaurant. Luft wie Seide und ein Blick wie gemalt, so sehen Fliegerträume aus. Es konnte mehrmals bei tollen Bedingungen der Turro bezwungen werden... Es stellte sich dabei nur die Frage, ob denn nun Fliegen oder Autofahren gefährlicher sei.
Am Soaringberg direkt am Wasser kam dann leider der Wind von hinten. Dennoch wurde ein kurzweiliger Tag dank Triathlon, Strandleben und Ausflug nach Lloret de Mar verbracht. Eine kleine Autowäsche (die war wirklich notwendig...) hat dann am nächsten Tag die Abgabe der Mietwägen problemlos und ohne Beanstandungen vonstatten gehen lassen. Trotz Streik der Fluglotsen in Stuttgart kamen wir alle gesund und mit nur 2 Std. Verspätung wieder heil und um viele neue Eindrücke reicher (und mit ein paar Gramm mehr) in der Heimat an.
Auf ein Nächstes im Jahr 2010...! Alternativ im Hochsommer mal ins Streckenparadies nach Piedrahita (2 Std. von Madrid, also auch mit Germanwings problemlos zu erreichen) in der 300 Km Konvergenzzone der iberischen Halbinsel mit 4.000-er Basishöhen gelegen.

Volker Bauke

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