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v.l.n.r. stehend: Markus F., Frank, Uwe, Rüdiger, Hazel, Rudolf, Martin, Reiner, Joachim, Michael S.,Wolf, Eilhard, Ewald sitzend: Rainer (Bericht), Jürgen, Gerhard, Stefan (TO), Mathias
nicht auf dem Foto: Markus L., Mats, Michael E., Sarah, Steffen, Tanja, Simone
Anders als in den meisten Jahren zuvor empfing uns Sillian mit strahlend schönem Frühlingswetter. Der noch reichlich vorhandene Schnee verriet uns aber, dass es auch in den Südalpen bis wenige Tage vor unserer Ankunft noch geschneit hatte. Zu hören war von einer (aufaddierten) Gesamt-Schneemenge von ca. 5 Metern im vergangenen Winter.
Die Schneemassen waren es auch, die einem Teil der Gruppe – 1 Frau und
4 Mann hoch in einem Car-Sharing-Fahrzeug der Firma Stadtmobil
unterwegs – eine wahre Odyssee bescherten, bis sie schließlich im
Hochpustertal eintraf. Die für die Überquerung des Alpenhauptkammes
vorgesehene Felbertauernstrecke war am Abend des Gründonnerstag
kurzerhand gesperrt worden, um Lawinensprengungen zu ermöglichen. Dies
zwang die Gruppe zu einem Umweg über das Gasteinertal, um von dort per
Bahnverladung via Mallnitz doch noch gen Süden zu gelangen. Da dieses
Schicksal auch viele andere Autofahrer ereilte, war Geduld angesagt.
Nach fast 9 Stunden Fahrzeit war Sillian dann endlich erreicht.
Ein Großteil der gesamten Gruppe fühlte sich in den nächsten Tagen im Hotel Gesser persönlich aufgenommen und gut verköstigt.
Neben 2 Exil-PCS’lern, die inzwischen in der schönen Schwyz zuhause
sind, gesellten sich auch ein paar FliegerInnen dazu, die auf der
Rückfahrt von Norma auch noch die Sillian-Ausfahrt mitnahmen. Insgesamt
zählte unsere Gruppe 24 Köpfe.
Am Karfreitag am ca. 2400 m hoch gelegenen Startplatz auf dem
Thurntaler angekommen, blies einem der Wind recht kräftig ins Gesicht.
Während ein Teil der Fliegerschar sich in Geduld übte, um bei etwas
abflauendem Wind doch noch starten zu können, nutzten die Cracks
bereits die starke Thermik, um Richtung Osten Lienz oder Richtung
Westen Bruneck zu erreichen. Oder im optimalen Fall beide Ziele zu
kombinieren, was in ein paar Fällen tatsächlich gelang.
Fast identisch erwies sich die Situation an den folgenden zwei Tagen.
Das schöne Wetter machte das Fliegen zum wahren Genuss. Prächtig war
nicht zuletzt auch der Blick in die nahen Dolomiten, bei einigem
Höhengewinn z. B. auch zu den Drei Zinnen.
Durch den starken Wind und die kräftige Thermik war gleichzeitig aber
auch erhöhte Konzentration und sehr aktives Fliegen angesagt. Und dass
starkem Steigen immer auch mal wieder starkes Sinken folgt, wurde
manchem von uns gerade über unlandbarem Gebiet (Silvestertal !)
deutlich bewusst.
Genauso wie die Tatsache, dass es gar nicht so einfach ist, per Zug,
Bus oder Autostopp wieder zurück nach Sillian zu gelangen, wenn man im
Pustertal `absitzen´ musste..
Gut angenommen wurde von den PCS`lern wie auch von vielen anderen
Fliegern das Angebot der ortsansässigen Flugschule `Blue Sky´ unseres
Vereinskameraden Stefan Zorn zum kostenlosen Schirmtest. Schon bei der
morgendlichen Ladenöffnung herrschte bei der Flugschule ein überaus
reger Andrang.
Die schon angesprochenen Schneemassen ermöglichten es auch, den
Thurntaler unter die Brettl`n zu nehmen. Was einige auch nutzten, um
diese dann am Nachmittag – wenn der Schnee durch die Sonneneinstrahlung
und die relativ milden Temperaturen doch recht weich wurde – gegen den
Schirm einzutauschen.
Im Tal wurden die Schneereste zusehends kleiner. Nicht zuletzt galt
dies für den Landeplatz, wo man sich beim Anflug entscheiden musste,
auf der größer werdenden Wasserfläche, im Morast oder auf der rasch
kleiner werdenden Schneeinsel zu landen.
Nachdem von Freitag bis Sonntag der Wind aus südlichen Richtungen
geblasen hatte, drehte er am Montag auf Ost und frischte teilweise auf
über 10 Knoten auf.
Unser TO Stefan entschloss sich, als einer der Ersten zu starten.
Nachdem der Startvorgang zunächst planmäßig zu verlaufen schien, verlor
Stefan – trotz jahrelanger Flugerfahrung – schließlich doch noch die
Kontrolle über seinen Schirm und stürzte heftig auf die Skipiste. Er
musste mit dem herbeigerufenen Rettungshubschrauber ins Spital nach
Lienz gebracht werden.
Dieses schlimme Ereignis war dann auch das Ende unserer Fliegerei in
Sillian. Das Erlebte drückte gewaltig auf die Stimmung der Gruppe.
Am nächsten Morgen verließen wir Sillian, wobei die einen gen Heimat
fuhren, während der Großteil der Gruppe den Urlaub noch im nahen
Ahrntal fortsetzte.
Zu erwähnen ist noch die hervorragende und sehr persönliche Beherbung im Hotel Gesser, die wir durch die frühe Buchung und den Einsatz von Martin Siegel geniesen konnten. Hier gleich der Hinweis an alle, die in 2010 wieder mit wollen, sich frühzeitig spätestens im Herbst mit Martin in Verbindung zu setzen.
Rainer Märkle
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