Teneriffa [14.02. - 01.03.2009] "Carnaval und Golf auf Teneriffa" Drucken
Geschrieben von: Martin Siegel   
Freitag, den 13. März 2009 um 20:24 Uhr

Image

Teilnehmer (v.l.n.r.): Martin S. (TO + Bericht + Carnaval-Fotos), Martin F., Peter (Fotos), Martin H.,
Ernst, Volker (Co-TO)  plus 3 sonnenhungrige Ehefrauen.

Teneriffa mal nicht im Spät- sondern im Frühjahr: eigentlich eine gute Idee. Sonne und erste Thermik statt Schnee. Also schon Mitte 2008 den Termin Ende Februar 2009 (=Faschingsschulferien) festgelegt und im Jahresprogramm ausgeschrieben. Durchaus auch mit dem Hintergedanken, ggfs. nichtfliegende Partner oder auch Familien mit Schulkindern anzusprechen.

Es gab auch einige Interessenten. Doch oh Schreck: keine (halbwegs bezahlbaren!) Flüge. Hauptgrund neben den deutschen Schulferien: der Karneval auf Tene ist weltberühmt, nach Rio der größte der Welt und daher ein Touristenmagnet!

Die Tour schien schon fast zu kippen, gemachte Vorreservierungen für Ferienwohnungen und Mietautos waren auch schon storniert, da wurden dann doch noch einige Flüge oder genauer gesagt Hotel-Pauschalarrangements inkl. Flug unter der Schmerzgrenze von 500 Euro (für den Flug allein!) gefunden. Leider nicht ganz zum ausgeschriebenen Zeitraum sondern bis zu einer Woche früher.

Durch die zum Glück gleich als erstes auf Tene angekommenen erfahrenen Tene-Beflieger Volker und Ernst war Betreuung und Logistik auch ohne den eigentlichen TO keine Thema, auch wenn es mit mehr Autos durchaus einfacher geht ...

Geflogen wurde in der ersten Woche täglich! Wenn die, auf Teneriffa fast unvermeintliche, Wolkendecke es zuließ, auch mit Startüberhöhungen und Toplandungen. Trotz überregional teilweise - selbst für die Passat-Insel Teneriffa - sehr starken NO-Winden (bis 70 km/h) waren die Standard-Fluggebiete im Süden bzw. Südwesten, Jama, Ifonche und Los Pinos (oberhalb vom bisherigen Hauptstartplatz Taucho, dazu gleich mehr) problemlos zu befliegen. Conde-Überhöhungen und Flüge bis vor ans Meer klappten regelmässig.

Leider hat sich die schon Ende 2008 abzeichnende mehr als unglückliche Situation mit dem über lange Jahre als Hauptgelände etablierten und inzwischen vollständig geräumten sowie mit direkter kurzer asphaltierter Auffahrt versehenen Startplatz Taucho bestätigt bzw. noch zugespitzt: der Platz ist definitiv zu! Und zwar mit  massivem hohen Stahltor sowie seeeehr viel Stachelzaun an allen möglichen und unmöglichen Hinter-/Seiteneingängen!
Bleibt der fliegerisch durchaus akzeptable aber fahrlogistisch aufwendigere sowie Rückenwind- und Basisabsenkungsgefährdete Ifonche (sowohl der neu aufgeschüttete als z.T. auch noch der alte "Dresch"-Platz). Oder eben eine recht kleine Schneise oberhalb des Tauchos bei Pinien, deshalb Los Pinos genannt oder gleich der Radikal-Wechsel in den Norden (Passat-Luv und daher von Locals sowieso bevorzugt, aber häufig mehr Staubewölkung und weniger Urlaubssonne).

Die Zahl der auf Tene Anwesenden wurde zunächst größer,nahm dann aber drastisch ab. Das Tief, ja sowas gibt es leider auch auf den Kanaren, zog zuerst nach Osten Richtung Afrika, dann nach "ewig langen" 2 Tagen wieder zurück nach Westen :-(  Als Folge kamen die Wolken früher am Tag, tiefer und dunkler. Der Conde und auch die SPs am Ifonche waren oft schon ab 13 Uhr dicht. Teilweise tröpfelte es sogar. So gab es nicht nur eine aussergewöhnlich grüne Insel zu bewundern sondern auch Matsch statt dem gewohnten Staub!

Vorteil: es war problemlos, d.h. ohne die Angst, gute Flüge zu verpassen, Zeit, um mit der Touri-Meute nach Snata Cruz zum Haupt-Carnaval-Umzug zu fahren (siehe einige Fotos im Album). Auch die landschaftlich absolut wilde Nordwest-Ecke konnte besucht werden (sehr empfehlenswert, tiefe und steile Schluchten, hochalpine Straßen) und auch einige weitere sehr schöne Stratplätze im Norden gesucht und gefunden werden.

Gegen Tourende dann noch einige Flüge vom alten Taucho (es gab immer wieder frisch geschnittene Lücken im Stachelzaun!) und einmal sehr früh (gegen 10 Uhr) in Jama, wo dann das Runterkommen echt schwierig war (eine fitte Schweizerin zeigte, wie das mit einer super dosierten gleichmässigen Spiral ganz leicht gehen sollte!)

Ja, und da war noch der begonnene Umstieg zum Alternativ- bzw. Ausgleichssport Golf. Einige wichtige Ausrüstungsteile hatten die meisten Teilnehmer schon (siehe rechte Hälfte des Gruppenbildes). Der TO mietete sich mit Frau sogar gleich stilecht in ein nobles Golf-Hotel im Bereich Golf de Sur ein. Nur gut, dass das zusätzliche Golfgepäck bei den meisten Airlines ohne Übergepäckzuschlag befördert wird ;-)

Fazit: Schnee und Eis entfliehen hat was. Temperaturen und Thermik sind voll ok. Das nächste mal aber die Haupt-"Carnaval"-Woche vermeiden, evtl. Standort auf der Insel oder gleich die Insel wechseln, dann steht einer Wiederholung nichts im Wege.

Mehr Bilder gibt es hier...