Anmeldung
| Sillian (14.-17.04.2006) |
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| Geschrieben von: WD Palmer | |||
| Freitag, den 14. April 2006 um 02:00 Uhr | |||
Ach, was trieb mich nur, den Job anzunehmen, diesen Bericht zu schreiben? War es die freundliche Art, unseres netten TOs Eilhard? Oder der latente Gruppendruck? Oder der Wunsch für diesen super Verein etwas Gutes zu tun? Wie auch immer, es war auf jeden Fall eine Ausfahrt, über die es sich lohnt einige Zeilen zu verlieren, was ich somit gerne tue.
![]() Teilnehmer: Axel Amann, Andreas Baisch, Eckhard Bierer und Maja, Joachim Böckler, Gerry Büttner, Jürgen Forster, Wolf Hödt, Eilhard Kück (TO), Peter Läuger, Börny Mittner, Peter und Eri Negendanck, WD Palmer (Bericht), Martin Pichler, Roland + Ingrid Schweizer, Michael Stierle, Traute Werner Offen zugegeben, die schönsten Momente dieser Ausfahrt wurden nicht unbedingt in der Luft verlebt. Von der Seite gesehen waren es eher etwas, um es freundlich auszudrücken, schwache Tage. Diese Grafik hier mag illustrieren wie es uns ging: Ein netter Höhentrog versorgte uns immer wieder mit unberechenbarem und unbeständigem Wetter. Darüberhinaus war es aber eine sehr sympathische und gesellige Ausfahrt, wenn sie auch durch die lustige Mischung aus Wohnmobilisten, Pensionsbewohner und allein schon durch die unüberschaubare fluktuierende Zahl von Teilnehmern etwas unübersichtlich war. Die donnerstags Angereisten vergnügten sich direkt bei ersten Lockerungsübungen (einarmiges Reißen) in der Kegelbahn. Freitags trafen wir uns pünktlich um 9:00 bis etwas später an der Talstation bzw. irgendwo in der Nähe, wo man halt hängenblieb. Die Windwerte waren nicht gerade ermutigend, so suchten wir uns eine nette Alternative und besuchten die Erdpyramiden bei Toblach. Von dort aus konnten wir dann zwei wagemutige Gleitis über dem Kronplatz im heftigen Westwind stehen sehen! Sie waren auch die einzigen, die außer den Bergdohlen an diesem Tag in die Luft gingen! So sollte es uns auch weiter ergehen, das Tagesprogramm blieb unbeständig: Groundhandling, Wandern, Skifahren, und dazwischen ein paar Abgleiter. Das Abendprogramm war dagegen, dank des zeitgleich stattfindenden Testivals der Flugschule Bluesky, hochkarätig: Xandi Meschuh stellte in Video und Vortrag sehr beeindrucken und verblüffend unprätentiös seine Acrotätigkeit dar und berichtete von der Test- und Entwicklungstätigkeit für Icaro. Danach durfte noch ein lustiger Junge von Aerosport das Para-Downhill-heizen aka Speedski vorstellen („macht einfach fun“ ;-) und für die neuen Minischirmchen von Gin zu werben. Anderntags hatten wir dann das Vergnügen Heli Eichholzer und Elisabeth Rauchenberger bei einem packenden Vortrag über ihren Einsatz bei den X-Alps 2005 lifehaftig zu bewundern. (Puh! Wir kamen schon beim Zuhören ins Schwitzen und brauchten gleich noch ein Pils mehr.) Am nächsten Tag suchten wir verbissen nach einem fliegbaren Eckchen und sind zu diesem Zweck nach Obertilliach gefahren, in der Hoffnung, dort wäre es etwas vom Überregionalen Wind geschützt. Voller Optimismus strebten wir dem Startplatz zu, schleppten unsere Schirme durch tiefen Schnee in zwei Grüppchen an den oberen bzw. unteren Startplatz, um dann 60 Minuten lang immer wieder nachzufragen: „Oberer Startplatz für unterer Startplatz, wie steht's bei Euch?“. Kleine Ablösungen simulierten gelegentlich startbaren Wind, aber der überregionale Nordwest produzierte ein massives Lee an beides Startplätzen. Die Klugen packten irgendwann ihren Schirm und trugen ihn zurück zur Bergstation... nebenbei: Es gab an diesem Tag nur kluge Piloten auf diesem Berg... Entschädigt für den Misserfolg unserer leidenschaftlichen Flugsuche wurden wir mit herrlichem Kaffee in der Abendsonne vor dem Wohnmobil von Roland und Ingrid. (Ihr wisst, wie man sich Freunde für's Leben macht!). Am letzten Abend schließlich durften wir uns mit der Flugschule Bluesky und Teilnehmern des Testivals beim Kegeln messen. Wir waren zwar massiv in der Überzahl, der Sieg ging dennoch nur moralisch an uns... Erst am Abreisetag erbarmte das unbeständige Wetter sich, uns paar kostbare Thermikstunden mit mäßigem Wind zu schenken, so war es dann etlichen vergönnt, sich noch vom Thurntaler auf 3000 Meter emporzuschwingen und ein Weilchen der drohenden Abschattung und dem strammen Talwind zu trotzen. Sogar ein paar Ministreckchen waren noch drin. Für die Nachosterarbeiter hieß es nach der Landung auch schon, die Hühner zu satteln und ins Heimatland zu pilgern, die mit Urlaub gesegneten konnten nochmal durchatmen um am nächsten Tag nach Pfalzen zu fahren. Aber das ist eine andere Geschichte...
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