Anmeldung
| Ennstal (19. - 24.6.2006) |
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| Geschrieben von: Andreas Baisch | |||
| Montag, den 19. Juni 2006 um 02:00 Uhr | |||
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Die Überschrift in unserem Programm 2006 war nicht nur ein Titel einer Ausfahrt, sondern ein Leitspruch in mehrfacher Hinsicht. Fliegen ist unser allseitiger Wunsch und bedarf eigentlich keiner weiteren Erläuterung, dachten wir. Über das Wetter ist dieses Jahr sicher schon genug geschrieben worden. Zu unserer Flugsafari hatte sich auf jeden Fall ein fast ideales Wetter eingestellt, nicht immer selbstverständlich für diese Gegend. Genießen bedarf schon einer ausführlicheren Erläuterung. ![]() Als Teilnehmer waren dabei: Reinhold Günther mit Brigitte, Bernd Staib mit Petra u. kl. Tochter,
Hansjörg Bürkle mit Silvana u. 2 Kindern, Helga u. Walter Gerstner, Ewald Notter mit Tanja, Klaus Hermann mit Gabriele, Joachim Kuhnt mit Petra, Wolfgang von Brunn, Andreas Baisch, Martin Seifert, Dietrich Heller, Roland Klafki Unsere Gruppe bestand aus 22 Teilnehmern im Alter von 18 Monaten bis 70 Jahren, worunter 13 Piloten waren. So ein bunter gemischter Haufen hat recht unterschiedliche Vorstellungen vom Genießen. Da gibt es unsere jungen Familien, die Familie mit kleinen Kindern, Urlaub und Fliegen unter eine Haube bringen wollen bzw wo auch mal eine Mutter für einige Monate aus ‚Familienplanerischen Gründen’ auf das Fliegen verzichtet muss. Da gibt es die Ehepaare, wo ein Teil nur fliegt und das Fliegen möglichst nicht zu kurz kommen darf ohne das es dem ‚Nichtfliegenden Partner’ langweilig wird. Aber auch das glückliche Paar, die beide im wohlverdienten Urlaub fliegen wollen und können. Am einfachsten war es für unsere jungen Singles. Letztlich die Gruppe derer, die keinen Urlaub mehr bekommen und das Fliegen mit all seinen Begleiterscheinungen genießen wollen. Für all die unterschiedlichen Gruppen galt eins gemeinsam, wir wollten eine harmonische Gemeinschaft mit möglichst wenig Stress bei bestmöglicher Sicherheit der fliegenden Teilnehmer sein. Das Genießen begann für uns all in dem landschaftlich schönen Ennstal zwischen Dachstein und Tauern und den vielen verheißungsvollen Flug- und Wanderbergen. Die Fortsetzung fand es im Schlosshotel, dessen Ursprung ins zwölfte Jahrhundert zurück reicht. Das Ehepaar Gerlinde und Ernst Schrempf (Ernst fliegt genau so leidenschaftlich gern wie sein Bruder Walter von Skyclub Austria) sorgten mit ihrer hervorragenden Schlossküche und dem Freizeitangebot für Jung oder Alt, für allgemeines Wohlbefinden und das alles zu sehr vernünftigen Fliegerpreisen. Für uns Piloten/in kam aber noch ein wesentlicher Aspekt hinzu. Wir hatten für die Flugwoche den ortskundigen Fluglehrer Jochem Schwirz und seine Freundin Fluglehrerin Birgit die gerade frei hatte, zur Verfügung. Zusätzlich sorgte ein Kleinbus, keine Landegebühr und Seilbahnpreise zum Kindertarif für weitere Annehmlichkeiten. Jochen mit seinen Orts- und Wetterkenntnissen sorgte dafür, dass wir von 6 Tagen an 5 Tagen oft auch mehrmals täglich fliegen konnten. Das morgendliche Briefing zeigte deutlich, dass die Entscheidung, welches Fluggebiet gewählt wird, nicht ganz einfach ist. Obwohl wir eine Gruppe aus Fliegern mit sehr unterschiedlichen Flugerfahrungen waren, konnte Jochen ausnahmslos jeden in seinem Können weiterbringen und wenn man sich nur mal wieder an eine ordentliche Landevolte gewöhnen sollte. Das Fliegen unter Aufsicht eines ortskundigen Fluglehrers ist auch für Piloten, die schon sehr lange Fliegen, ein Beitrag zum Thema aktive Sicherheit. Aus der Gewohnheit heraus sind einen oft Fehlverhalten nicht mehr bewusst. Das richtige Einschätzen der Wetterverhältnisse lässt oft auch erfahrene Piloten straucheln. Während der Woche hatten wir nachmittags meistens mit Überentwicklung zu rechnen, es war nur immer eine Frage wann sie eintritt. Von folgenden Bergen wurde während der Flugsafari geflogen: 19.6.: Einfliegen am Michaeler Berg 400Hm. (Schulungsgelände der Flugschule Skyclub Austria) Es diente Jochen dazu, das Können der Gruppe einzuschätzen. 19.6. Hauser Kaibling Startplatzhöhe wurde je nach Kondition gewählt 20.6. Hochwurzen bei Pichl, Auffahrt zum Gipfel war trotz geschlossener Schranke für Einheimische mit Ortskenntnissen möglich und das bis zu 3 x an diesem Tag. 21.6.Stoderzinken (gegenüber Hauser Kaibling) ein Gipfel, der einen längeren anstrengenden Fußmarsch voraussetzte, folglich gab es da auch nur einen alpinen Flug an diesem Tag. 22.6.Graim bei Mitterdorf mit unterschiedlich langen Anstiegen (im Ennstal war es an diesem Tag nicht fliegbar) Am Nachmittag verhinderte ein Gewitter längere Flugaktivitäten. Dadurch war es möglich den Bodensee (!) in einer Stunde zu umwandern mit anschließenden Forellenessen. 23.6. aus dem geplanten Krippensteinflug wurde eine Landeplatzbesichtigung mit anschließendem Besuch der Rieseneishöhlen bzw wer wollte, eine botanische Wanderung am Hallstätter See. 24.6. Hauser Kaibling, 2 Flüge vom Pistenstartplatz und danach Heimfahrt (Fußball WM) Alle Flugberge außer dem Michaeler Berg hatten eine Höhendifferenz von ca 900-1100m. Durch die hohen Tagestemperaturen und der oft nahenden Überentwicklungen am Nachmittag waren die Flüge unterschiedlich lang, trotzdem waren Startüberhöhungen bis 600m möglich. Da aber die Sicherheitsaspekte im Vordergrund standen, wurde übertriebener Ehrgeiz zu Gunsten des Genießens und der Sicherheit eingetauscht. Fazit: Die Idee unseres TO Roland Klafki eine Ausfahrt mal etwas anders zu gestalten hat sich voll bewährt. Durch die Betreuung eines Fluglehrers konnte jeder entspannt in seiner Leistungsklasse fliegen und sich entsprechend steigern. Dies war auch ein Beitrag zur aktiven Sicherheit in unserer hektischen Zeit. Auch die begleitenden Nichtflieger sowie die 3 Kleinen kamen voll auf ihre Kosten. Diese Art von Ausfahrt verlangt nach Wiederholung. Roland Dir ein ganz herzlichen Dank für die Idee und Durchführung der PCS Ausfahrt.
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