Anmeldung
| Dolomiten/Fassatal Hochalpines Fliegen mit Rundumpanorama (23. - 30.09.2007) |
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| Geschrieben von: Martin Siegel | |||
| Donnerstag, den 04. Oktober 2007 um 19:25 Uhr | |||
Ankunft kurz vor 12 Uhr bei blauem Himmel, SW-Lage, schon etliche Schirme deutlich überm Startplatz und rammelvoller Rodella-Bahn-Parkplatz. Zunächst mal Panorama-Pass besorgen (mit Unterkunft im Fassatal bekommt man auf den ohnehin günstigen Mehrtagespass übrigens noch einen Tag geschenkt!), dann auf Nachzügler warten und zum Hochfahren noch vor der Mittagspause (12:30 - 14:00 Uhr) vorbereiten.
Kurz vor Abfahrt der Bahn kam dann aber leider der fast obligatorische Heli. In der berüchtigten Süd-Ost-Kuhle wurde wieder einmal ein GS kurz nach erfolgreichem Start in 20 m Höhe über Grund von hinten aus dem Grödnertal "abgewatscht" und böse runtergehauen. Großräumiges Räumen des Flugraumes um den O-Start und Startverbot war die logische Folge. ![]() Teilnehmer (v.l.n.r.): Klaus Limbach, Wolf Hoedt, Horst Fetter, Werner Axtmann,
Martin Siegel (TO und Bericht), Frank Haubach, Ewald Notter, Steffen Taut, Traute Werner Oben angekommen begaben wir uns natürlich *nicht* - wie immer noch ein Großteil der mit in der Gondel hochgefahrenen Piloten !? - zum bequemst erreichbaren, aber eben auch häufig unberechenbaren und daher gefährlichen Ost-Start, sondern über knapp 80 Höhenmeter, unter der Seilbahn durch, über sehr rutschige steile Grasflächen zum unteren SW-Startplatz. An den eher wenig professionell aussehenden Startversuchen der unzähligen Pilotinnen und Piloten war schon abzulesen, dass ordentlich was los war in der Luft. Auch einige unserer Starts klappten nicht gleich beim ersten Versuch oder zumindest nicht ganz so "cool" wie es sein sollte. War man erfolgreich in der Luft ging es bei allen ziemlich schnell gut nach oben. Die in den Vorjahren gelegentlich eher schwierig zu überhöhende Rodella lag nach wenigen Kreisen im Hausbart westlich der Startkuhle allen PCS-lern zu Füssen. Auch die dahinterliegenden gut 800 m hohen senkrechten Wände der Langkofel-Gruppe stellten selbst für Dolomiten-Neulinge kein nennenswertes Problem dar. Schon nach wenigen Minuten hatten sich die PCS-Flieger großräumig im gesamten Luftraum verteilt und genossen die teilweise bizarren Felsformationen von weit oben. Am zweiten Tag wurde es noch besser. Alle kamen am "locker" über 3000 m, Wolken-Wolf holte sich mit 3.880 (GPS-bestätigten!) m *über* einer Wolke natürlich unangefochten den Tageshöhenrekord. Die "dumme Wolke" unter ihm verwehrte ihm allerdings vorerst den Blick von oben auf die Marmolada ;-). Dafür flog er fast 7 (!!!) Stunden alle fliegerischen Highlights des Fassatales teilweise mehrfach ab. Andere flogen fürs enge Fassatal schon reichlich große Dreiecke oder vollendeten die "kleine Dolo-Runde" Langkofel-Sella-Pordoi-Belvedere-Crepa Negra und wieder zurück zur Rodella. Alle erweiterten ihre persönlichen Dolo-Horizonte durch Ziel-Rück- oder Freie-Strecke-Flüge, durch mehrfaches Rodella-Platkofel-Jo-Jo oder durch Toplandungen an verschiedenen Plätzen. Klaus 40km FD, Traute 24 km FS, Ewald 20 km FAI, Klaus 19 km FAI http://xc.dhv.de/xc/modules.php?name=leonardo&op=show_flight&flightID=21437 http://xc.dhv.de/xc/modules.php?name=leonardo&op=show_flight&flightID=21479 http://xc.dhv.de/xc/modules.php?name=leonardo&op=show_flight&flightID=21285 http://xc.dhv.de/xc/modules.php?name=leonardo&op=show_flight&flightID=21441 Leider mussten wir in den nächsten Tagen für diesen ausgezeichneten Start sehr bitter büßen: zuerst kam eine "normale" Kaltfront, danach entwickelte sich ein fieses Genua-Tief - von den italienischen Metorologen etwas neutraler "Italientief" genannt. Folge: ertens richtig s..kalt, zweitens feucht, sprich: Schneefall bis ca. 1500 m runter und das über mehr als die drei Genua-Tief-üblichen Tage. Trösten konnten uns nur Schneewanderungen auf Pordoi und entlag der Langkofelgruppe, Sauna-Besuche und natürlich alle Formen von kulinarischen Events. Neben selbst fabrizierten Pasta- und Reisabenden sind hier Riesen-Pizzen (>40 cm) sowie spezielle Flieger-Essen (z.B. Pizza Wingover und eine namens "Paragleiding") plus genereller 10%-Fliegerrabatt erwähnenswert. Auch der Fluchtinstinkt brach mehr oder weniger stark aus und die Truppe verkleinerte sich zunehmend. Die letzten konnten am Sonntag dann doch wieder blauen Himmel und wunderschön schneebedeckte Dolomiten genießen. Fliegen war möglich, starten aber schwierig. Zum einen wegen des Schnees, zum anderen aber wegen fast völlig fehlenden Aufwinden. Immerhin drei letzte "PCS-er-lein" kamen aber noch zu verlängerten Gleitflügen, die jedoch auch keine große Lust auf eine mögliche Verlängerung bis zum 3. Oktober machten. Die ersten Tage haben aber gezeigt, dass wir bei geeigneter Wetterlage durchaus Höhen, Strecken oder geografische Orte erfliegen können, die wir bisher nur den "Cracks" zugetraut haben. Im nächsten Jahr wird auf jeden Fall die Marmolada PCS-Tour-deckend angegangen werden! Hier geht´s zum Fotoalbum...
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