Anmeldung
| Ausbildung zum Ersthelfer in Bad Urach (10.03. - 11.03.2007) |
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| Geschrieben von: Gregor Arlt | |||
| Samstag, den 10. März 2007 um 01:00 Uhr | |||
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"Jeder von uns möchte, daß ihm im Notfall geholfen wird. Das heißt allerdings auch, daß in Notfällen auch meine fachkundige Hilfe gefordert ist!" Das war für mich ein Grund, mich bei Dietrich anzumelden. Zumal die mehr oder weniger wilde Natur, in der wir uns als Gleitschirmflieger oft befinden, vermutlich doch mehr Gefahrenpotential aufweist als die Umgebung eines Schachspielers... Teilnehmer: Gregor Arlt (Bericht), Ulrich Börner, Thomas Brucklacher (Kursleiter der Bergwacht), Wolfgang von Brunn, Gabriele Engel (Bekannte von Traute), Stefan Gybas, Hubert Petrich, Traute Werner, Albrecht Wurster. Vom DAV: Lello Caredou, Jean Kraft, Lori Murgia, Marion Vohwinkel. TO: Dietrich Heller Treffpunkt war am Samstagmorgen in der urigen Hütte der Bergwacht Bad Urach für eine erste Einweisung. Der Kurs selber fand größtenteils in der Krankenpflegeschule der Uracher Ermstalklinik statt. Thomas Brucklacher von der Bergwacht hat sich sehr schnell als routinierter, aber trotzdem nicht müder Ausbilder in Sachen erster Hilfe bei großen und kleinen Unfällen oder Verletzungen herausgestellt. Ausgestattet mit vielen anschaulichen Folien, Modellen und Fallbeispielen, hat er immer kompetent und lebendig den Stoff vermitteln können und war auch bei Nachfragen aus der Gruppe nie um eine Antwort verlegen. Die Klassiker, die jeder einmal kennengelernt hat, wurden wieder aufgefrischt und geübt: die stabile Seitenlage oder die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Letztere dient sehr selten der Wiederbelebung, sondern eher, kaum mehr vorhandene Vitalfunktionen zu unterstützen, bis die Fachleute kommen. Und jetzt wissen wir wieder, wie ein Druckverband angelegt wird und auch, daß das Dreieckstuch für viele verschiedene Zwecke genutzt werden kann: Thomas hat uns mit Albrecht als Assistent in einer kleinen "Zauberrevue" eine Anwendung nach der anderen gezeigt. Sehr anschaulich waren waren die Fallbeispiele: ein Mitglied spielte eine auf Karten beschriebene Verletzung, je zwei aus der Gruppe sind nun "zufällig" auf diesen Verunfallten getroffen und mußten entscheiden, was denn nun die Ursache ist und wie am besten gehandelt wird. Manchmal hat sich bei der anschließenden Diskussion herausgestellt, daß weniger oft besser ist, z.B. keine stabile Seitenlage, wenn der Verunfallte ansprechbar ist und etwas anderes möchte. Eine kleine Abschlußprüfung war am Sonntagnachmittag der zweistündige Waldspaziergang, wo wir unsere frischen Erkenntnisse anwenden durften: Was fehlt der Joggerin, die ein blau angelaufenes Bein hat und jammert? Wo bekomme ich Wasser her, um eine Brandverletzung zu kühlen? Nicht immer ist die Ursache so einfach festzustellen, wie bei Traute, die einen abgetrennten Finger neben sich liegen hatte oder bei Hubert, der als verunglückter Biker einen Helm auf dem Kopf hatte und bewußtlos neben einem kunstvoll geschnitzten, hölzernen "Motorradlenker" lag. Ersthelfer sein ist nicht schwer! Ich habe -neben speziellen Kenntnissen- drei Regeln mitgenommen, die jeder sofort anwenden kann: - Mach das, was der Verletzte will! - Mach das, was D i r in dieser Situation sinnvoll scheint! - Fordere im Zweifelsfall weitere (fachkundige) Hilfe an! Und das sind Sachen, die jeder machen kann. Auf jeden Fall haben wir nun das Gefühl, sicherer und fundierter erste Hilfe bei größeren und (meistens) kleineren Unfälle leisten zu können. Herzlichen Dank an Dietrich für die Organisation des Kurses, an unseren Kursleiter Thomas für den geistigen Input und an die Bergwacht Bad Urach, die uns nicht nur mit der leckeren und ausreichenden Verpflegung materiellen Input gab, sondern mit ihrer Hütte bei Bad Urach eine rustikale Schlafmöglichkeit ermöglichte.
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