Monaco (03.03. - 09.03.2007) Drucken
Geschrieben von: Ewald Notter   
Samstag, den 03. März 2007 um 01:00 Uhr
03.03.2007: Die Anfahrt erfolgte mit zwei PKW zu je drie Personen und ein Flieger (Gerd) nahm den Flieger. Nach einer hervorragen glatt verlaufenen Anfahrt und ein bischen "Hotel suchen" sind am Samstag Nachmittag die ersten sieben Teilnehmer erst mal zum Landeplatz marschiert um sich die Begebenheiten anzusehen. Da ich zum ersten Mal hier war (der Author) wurde ich ziehmlich aufgeregt, bei dem Gedanken, direkt am Strand zu landen. Am Abend kam noch die "Neigungsgruppe Wohnmobil" mit Erich, Herbert und Jürgen nach. Die haben sich auf einen Abstellplatz gegenüber vom Hotel gestellt.
Abends ging dann die gesamte Truppe gemeinsam zum Essen mit einer tollen Aussicht über das nächtlich beleuchtete Monaco. Leider haben wir mit der abendlichen Kälte nicht gerechnet und waren so bald durchgefroren, was uns wieder ins Hotel zurück trieb.
Im Hotel angekommen gabs noch ein Bier in der Bar und den Beginn der Mondfinsternis, die wir hier in absolut klarer Luft und wolkenfreiem Himmel hervorragend beobachten konnten. Einige habens ausgehalten bis der Mond zur Hälfte bedeckt war. Ein tolles Schauspiel.

04.03.2007: Nach dem typisch knappen, französischen Frühstück fuhr um 10:00 Uhr der Gemeindebus für einen einzigen Euro pro Person zum Startplatz hoch, was immerhin auch ca. eine halbe Stunde dauerte. Sowas habe ich noch nirgens sonst erlebt. Die Bedingungen waren gut, so dass alle Flieger starten konnten.
Leider gab es so gut wie keine Themperaturgradienten, so dass ein Flug von ca. 30 Minuten das Maximale darstellte.
Generell ist das Fluggebiet um Monaco sowieso nicht besonders streckenträchtig. Dennoch ist es möglich einige Kilometer am Berg entlang zu segeln und den herrlichen Ausblick über Monaco und das Meer zu geniesen.
Nachmittags gingen nochmal 5 Flieger auf die 1-Euro Tour zum Startplatz. Der Rest fuhr mit dem Auto nach Menton zum Zitronenfest, bei dem es einen sehenwerten Festumzug zu bestaunen gibt.
Beim zweiten Start gabs zeitweise starken Rückenwind und mir gelangt es als letztem der Gruppe in einer kurzzeitig windstillen Phase zu starten.
Mehr als ein Abgleiter war auch nicht mehr drin. Dafür war die Luft herrlich ruhig, was bestes sightseeing über das Meer und Monaco erlaubte.

05.03.2007: Morgens herrschte am Startplatz wieder Rückenwind. Zum Teil waren abenteuerliche Starts am Süd-West Startplatz zu beobachten.
Wir gingen rüber zum Oststartplatz und kamen problemlos raus. Ein bischen Soaren am Hang war möglich, aber kaum kam man ein paar Meter zu weit vom Hang weg (was bei mehreren Gleitschirmen in der Luft schon mal vorkommt), gings bei mir nur noch runter und das Aufwindband wieder zu finden schaffte ich nicht. Den anderen gings wohl ähnlich, weil alle ungefähr gleich lang in der Luft waren.
Nachmittags wolltens drei Flieger nochmal wissen (ich war auch dabei), wir sind aber vergeblich hochgefahren, weil der Startplatz nur noch in den Wolken lag. Mit dem letzten Bus gings dann wieder runter.
Diesen Abend haben wir in Monaco gegessen und dann einen herrlichen Spaziergang durchs nächtlich beleuchtete Monaco gemacht (natürlich wieder mit dem Ausklang in der Bar).
Erich musste sein Wohnmobil noch umstellen, weil er sonst das Fußballspiel am Mittwochabend nicht empfangen konnte.

06.03.2007: Da Dienstags und Mittwochs der Gemeindebus nicht fährt, wurde uns vom Hotelier ein Kleinbus zur Verfügung gestellt. Der wollte aber um keinen Preis anspringen. Wir sind dann mit privaten PKW selbst zum Mont Gros hochgefahren.
Kaum am Startplatz angekommen lag dieser auch schon wieder in den Wolken. "Vorher wars noch frei" behaupteten die anderen (lag das jetzt an uns ?).
Auch warten half nichts, also wieder unter. Der Vormittag war damit auch schon wieder rum. Da Fliegen nicht mehr drin war führte etwa die Hälfte der Truppe am Nachmittag eine wunderschöne Wanderung am Meer entlang über die Halbinsel Cap Martin nach Menton. Dort haben wir fürs Abendessen eingekauft und sind mit dem Bus zurück. Den Abend haben wir mit Strategiespielen im Hotel gestaltet.

07.03.2007: Ob das Wetter fliegbar wird, war fraglich und der Gemeindebus fuhr ja am Mittwoch auch noch nicht. Deshalb fuhr eine Gruppe von 7 Leuten mit dem Bus ans gegenüberliegende Ende von Monaco (wieder mal für ca. einen Euro pro Person) und marschierte den ganzen Tag zu Fuß quer durch Monaco zurück.
Dazu gehöhrte auch die Besichtigung des alten und neuen Yachthafens, der Wachablösung vor der Fürstenresidenz, sowie des bunten Treibens vor dem Casino. Aus der Ferne sahen wir die ebenfalls anwesenden Flugschulen dann doch noch fliegen. Das tat uns keinen Abbruch, weil Monaco zu Fuß allemal einen Tag wert ist. Abends haben wir dann noch erfahren, dass Erich mit einer der Flugschulen hoch gefahren ist und einen schönen Flug vom tiefer gelegenen Startplatz oberhalb von Monaco hatte.

08.03.2007: Schon morgens hatten wir gutes Flugwettter. Der Ein-Euro-Bus fuhr auch wieder. Also beste Bedingungen. Die meisten konnten dreimal hochfahren und starten, woraus sich dann für den Einzelnen eine Summe von ca. 2 Stunden Flugzeit ergab.
Die Temperaturen stiegen Nachmittags am Strand über 20 Grad, was zahlreiche Badegäste anlockte und den Endanflug beim Landen eher zu einem Slalomlauf machte.
Der letzte Flug am Abend ermöglichte Soaring bei strammem Westwind oberhalb von Monaco, der aber dermaßen laminar strömte, dass ziehmlich ruhiges und stressfreies Fliegen möglich war. Abends fand der Ausklang diesmal beim Vietnamesen statt. Weil sich die Bestellung etwas schwierig gestaltet, haben wir dann immer geraten, was wir zu essen bekamen.

09.03.2007: Letzter Tag. Am Morgen sind nochmal alle Flieger zum Startplatz hoch und auch geflogen. Ein schöner Flug von über einer Stunde Dauer war probemlos möglich. Die Neigungsgruppe Wohnmobil verabschiedete sich vorzeitig und fuhr nach Hause. Der fliegende Rest fuhr nochmal zum Startplatz hoch. Diesmal war die Thermik nahezu weg. Nur über dem Hotel Vista gab es einen Bereich, in dem sehr sanfter Aufwind mit geringem Steigen herrschte. Zum Teil durch den Seewind hervorgerufen. Dort tummelte sich dann auch der ganze Pulk der Flieger. Den meisten war das zu eng oder zu langweilig und sie gingen nach einer halben Stunde landen.
Der längste Flug (von Josef) an diesem Nachmittag dauerte trotzdem über 2 Stunden, bis in die Abenddämmerung. Die anderen sonnten sich solange am Strand und halfen einem französischen Flieger bei der Bergung seiner Ausrüstung aus dem Meer, die er sonst nach seiner Wasserlandung nicht alleine heraus bekommen hätte.
Am nächsten Morgen ging auch der Rest auf die Heimreise.

Teilnehmer: Schneck Erich, Weis Jürgen, Krebber Herbert, Günther Reinhold TO, Notter Ewald Bericht, Notter Tanja Begleitung, Kleß Josef, Arlt Andrea Begleitung, Kück Eilhard und Mauthe Gerd.

Danke an den TO Reinhold für sein Mühen. Schön wars.