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Teilnehmer (v.l.n.r.): Bernd, Wolfgang, Markus (Bericht und Fotos), Bodo, Eckart, Martin (To) sowie Thomas (an dem Tag „Kurvenfahrten-Vermeider“)
„Management-Summary“: Mitteleuropa im Tiefkühlschrank; blauer Himmel, bis über 20 Grad und (Thermik-)Fliegen (und Traumsoaring) in Almunecar! 4 (von 9) Flugtage, 43 Flüge in 5 Fluggebieten, davon mehr als ein Drittel >1 Stunde.
Und hier nun *nur* für die an Details Interessierten, das gaaaanz ausführliche Tagebuch von Markus:
Anreisetag Freitag 27.01.2012 Es geht der Wecker um 5. Um 6 muss ich Richtung Terminal 3 "Sonder-Gepäckaufgabe wegen Sperrgepäck" um 6:30 Uhr stehe ich ohne Gewissensprobleme an der Sicherheitsprüfung. Dahinter wartet schon Wolfgang, und wir führen die ersten Fachgespräche (wir kennen uns schon aus dem „Anfang der 90ger“.... Unser TO Martin kommt ein wenig später, er hatte den „Vorabend Check In" genutzt und konnte es lockerer angehen. Die in Andalusien nach sieben Wochen trockener Hochdrucklage kippende Wetterlage und deren Auswirkungen auf unsere Tour wird diskutiert. Im Avro-Regional-Flieger nach Zürich hatten wird richtig Platz, da er nicht voll und zudem großzügig bestuhlt war. Wir Drei hatten auch genug Zeit, um in Zürich von einem Gate zum nächsten zu kommen, also lief alles „TipTop" wie meine nette Schweizer Nebensitzerin zu sagen pflegte, gell. In Malaga gelandet, war alles bewölkt. Unsere Gleitschirme waren auch gleich am Gepäckband erschienen, „alles wird gut". Am Autovermittlungsschalter mussten wir in die Schlange und 45 Minuten warten. Es kam noch „besser“, kaum aus dem Parkhaus raus, begann es zu tröpfeln (ja, die Wetterlage kippte leider wirklich gerade!). Richtung Malaga auf der Autobahn schüttete es dann wie aus Kübeln, also immer weiter. Letztes Tunnel und Ende der Autobahn, aber kein Ende der Wetterlage. Nach der Bettenverteilung, Schnarcher und Starkschnarcher, gehen wir zum Lidl, fast wie daheim .... Auf dem Weg zur Ferienwohnung saufen wir im Regen fast ab. Ich glaube, dass wir heute nicht mehr fliegen werden, die nächste Woche Dauerregen und so, aber „alles wird gut". Der Radiator wird bei Nacht nicht abgeschaltet (Trauma).
Zweiter Tag in der Küche rumort es, Martin quält die Teller um halb neun, um die Reste vom vorabendlichen Fertigpizza Schmaus mit extra Zwiebel und Knoblauch zu entfernen. Ich bin als Letzter aufgestanden und die Sonne haut „voll krass hell“ ins Gesicht. Nach exklusivem Frühstücksmal wird sich bei Leoni und Jarda vorgestellt. Dort bekommen wir täglich so gegen 10:15 Uhr die neuesten Wetterinfos. Und wir greifen den „SP-Otivar“ an. Unser TO beschreibt uns am LP, ausdrücklich „3x“ wo nicht angeflogen werden darf (Lää). Am Startplatz packen die Lokals erst gar nicht aus, aber wir warten noch. Und es ergibt sich doch noch eine Chance, die 5 von uns packen. Es werden 10-Minuten-Flüglein wobei immerhin die Landung auf dem „Flugzeugträger“ (wegen fehlenden Aufwinden problemlos) bei allen klappt. Voller Tatendrang wollen wir auch noch zum Hausberg „Loma del Gato“ und von dort zum Strand zu fliegen. Wir machen einen kleinen Umweg am Strand entlang und entdecken eine „Riesen-Paella-Pfanne“ hinter der Küche des Strandrestaurants. Der Koch (und unser TO) überredet uns reinzukommen. Gesagt, getan. 5x Paella mit Krabben, Muscheln und gefrorene „Klara“ (Radler) geordert. Zwei Stunden später sind wir am Startplatz und gleiten zum Meer, das ist wirkliche Entspannung zum Abend. Ein kleines Vesper reicht uns allen, und wir schnaacken noch über frühere Heldentaten bis zum Abend. Die Jungs aus 3E ließen sich für eine Tour um die Häuser nicht mehr überreden (Migräne Jetläg usw.). Wir zogen los, um wieder bei „Danny`s“ den Tag ausklingen lassen, hickx.
Dritter Tag Frühstück auf dem Balkon und wieder volle Bestrahlung. Heute wird beim Wetterbriefing über 50-70 km/h aus Nord-West geredet. Wir lassen das Gleitschirmgeraffel in der Ferienwohnung und gehen zum Sightseeing .... Sonnenschutz ist Pflicht. Thomas ist heute nicht so drauf und vermutet Schlimmes, wenn es nach oben um die vielen Kurven geht. Wir anderen krabbeln in unsere Nemos (kleiner Bruder des Berlingos) und es geht in den „Parque National de Pena Escrita“ oben auf knapp 1.200 m reißt es uns fast weg, die ca. 50 -70km/h Wind scheinen zu stimmen und das Ganze von Nord, also unabhängig von der Stärke in jedem Fall unfliegbar. Wir besichtigen noch ein paar amerikanische Büffel und Esel und fahren (nicht fliegen) zurück ins Küstenstädtchen „La Herradura“. Ob Thomas unsere SMS bekommen hat, um uns zu treffen? Erstes Gruppenfoto unter Palmen aber vor dem Klick ist der Akku alle. Am Strandrestaurant sind die Portionen übersichtlich, dafür die Preise ganz ordentlich. Unser TO Martin zeigt uns den Startplatz dieses reinen Küstensoaringgebiets, die Wendepunkte und Leefallen. Heute brutzeln wir uns in der Küche Bratkartoffeln und Würstchen. Wir haben uns doch in der Menge verschätzt und hängen satt, den Rest vom Abend, CSI-massig, vor der Glotze ab.
Vierter Tag - Montag wieder die volle Strahlung und Frühstück auf dem Balkon. Wetter und Aussichten von Jarda und Leoni geholt. Heute geht was.......erst zum Lidl und dann doch nicht? 13:00 Uhr jetzt geht es doch los, obwohl „unfliegbar“ laut den LOCALS, wir fahren nach Otivar. Bodo macht den „Ersten“ und überhöht! Martin geht raus und fliegt ne Stunde bis er vor der großen schwarzen von hinten kommenden Wolke flüchtet und aktiv Sinken zentriert. Uns fällt das Herz in die Hose, als Eckart quasi direkt vor dem Start einen kapitalen Frontklapper bekommt, isch aber sunscht nix passiert. Die Wolken ziehen immer mehr zu. Wir gehen nochmals, das Fluggebiet „Gato del Mar" an. Einige von uns, schaffen es heute bis zum Vellila-Strand und dort sogar weiter bis zum Hotel, 3 davon können immerhin ne gute 1/4 Stunde an der Hotelkette entlang ein wenig am berühmten Almunecar-Hochhaussoaring-Feeling nippen. Die zuerst Gegroundeten müssen die Autos wieder vom Berg holen. Heute gibt es die legendären "Schbaggedi" Bolognese mit viel Zwiebel drin. Der Abend wird ganz gechillt beendet, denn Morgen soll es hämmern.
Fünfter Tag - Dienstag es sind 21 Ungarn mit 3 FluglehrerINNen angekommen. Nach kurzem Briefing von Jarda und Andy hauen wir als erste ab, in Richtung Alfamar, in der Hoffnung dass die Riesen-Ungarn-Truppe sich ein anders Fluggebiet aussucht. Die Auffahrt ist wie immer spannend bis es wirklich nicht mehr mit den Nemos weitergeht. Es wird ca. 50 hm unterhalb des Startplatzes geparkt. Endlich wieder mal ein bisschen am Berg kraxeln, aber die Ungarn sind doch schon da. Na es geht alles gut, der Fluglehrer hat schon bei Walter Schremp ausgebildet und ist von daher organistatorisch gut drauf. Es läuft alles reibungslos, ich (Markus) bin der Letzte und der Fluglehrer gibt noch einige Tipps. Nach ordentlich Thermikfliegen, z.T. bis 600 m überm Start und gut ne Stunde nimmt der Wind deutlich zu. Die Ungarn werden runtergefunkt. Auch wir gehen freiwillig zum Landen am Strand, nur Ecki und Martin „geben alles", um bei dem deutlichen Wind topzulanden und dann die Autos zeitsparend vom Berg zu bringen. Gleich wird das nächste Fluggebiet angepeilt, „Las Herraduras" - wir kommen. Ohne Mittagspause sind wir vor den Ungarn am Start. Einige Schirme hängen schon über den Nobel-Villen rum. Die 70 Höhenmeter sind von oben betrachtet gar nicht so hoch, doch wir halten uns alle 2 Stunden und mehr. Jetzt hat jeder das gewisse Lächeln im Gesicht. Heute belohnen wir uns mit einem Burger bei Danny´s. Bernd ist so happy, dass er die erste Runde schmeißt und die restlichen Bierchen habe ich nicht gezählt....
Sechster Tag - Mittwoch gleiche Vorhersage wie gestern, Nord - West Lage und es sind jetzt noch ca. 10 weitere Flieger hinzugekommen. Wir machen den Versuch, „Cenes“ in der Sierra Nevada zu erreichen. Wir fahren über die ehemalige Nationalstraße nach Granada, oben am Pass hatte es geschneit und bei den Sträßchen ist Vorsicht geboten. In Granada muss in 2 großen Kreisverkehren jeweils nur rechts abgebogen werden, Richtung Sierra Nevada, an der Alhambra vorbei, ist gaaanz einfach. Der „TO-Geheim“-Weg durch den Steinbruch ist teilweise noch mit Schnee und Eis bedeckt. Trotz der Sommerreifen mit FaziGlatti-Profil sind wir oben angekommen. Am Startplatz kommen alle 7 Minuten Ablösungen, vielversprechend!? Wir starten alle, als die letzten dran sind, hat der Wind um 90° gedreht. Ein Sinkflug im Lee isch..... Kleines Bier und kostenlos dazu gereichte recht üppige Tapas sind landesüblich. Über die A45 zurück ans Meer, Motril ist in 40 Min erreicht. Heute gibt’s Pizza mit Zwiebeln und Knoblauch. Die Live Band bei Danny´s schaffen wir nicht. Was für ein Fliegerstreß .
Siebter Tag - Donnerstag So langsam kommt die sibirische Kälte (Berlin -22 Grad) näher. Neben den nicht mehr T-Shirt geeigneten Temperaturen ist der daraus resultierende starke Nordwind für Flieger das wirklich Lästige. Da es heute sowieso nirgends zu fliegen geht und Schaumkronen auf dem Wasser zu sehen sind, lassen wir uns für das Frühstück auf dem Balkon lange Zeit. Zwei sind schon früh aufgebrochen, um in der Sierra Nevada, Ski zu fahren. Ski und Ausrüstung für sensationelle 7€ in Cenes ausgeliehen, mit dem Auto Richtung Schigebiet los. Aber nachts hatte es geschneit: aus, nichts ging mehr, mit den glatten Reifen. Nachdem sie ein freundlicher Engländer „mit Schneeketten“ aufgesammelt hatte, kamen sie doch noch auf die Piste. Spitze, 30cm Tiefschnee das war ein Traumtag zum Skifahren.. (Tagespass 43€ saukalt, windig-oben und sonnig warm –weiter unten). Wir anderen machten uns auch bald auf die Socken und machten ebenfalls 10 km Strecke, ans Westende von Almunecar und zurück(zu Fuß). Für den Rest des Tages war chillen angesagt.
Achter Tag - Freitag 03.02.2012 Starker Wind aus Nord-Ost, Schaumkronen, es geht nichts, außer chillen... Es sind am Vortag wohl einige in mittleren Lagen des Orgivar-Tals geflogen, aber nach deren Berichten so, dass es uns nicht zum Nachmachversuch animierte. Mittags am Strand zur nächsten Tapas Bar, dort auch schon am frühen Nachmittag natürlich ein Bier, nur um an die Tapas ranzukommen, das muss ausreichen. abends haben wir uns das feudale Fischessen redlich verdient, nur ich lasse mir den Fisch wieder durch den Kopf gehen. Zum Glück habe ich im Koffer einen guten Marillen..... Mit einem bisschen CSI Miami geht der Tag zu Ende.
Neunter Tag - 04.02.2012 Zum Frühstück mache ich mal Rührei mit Würsten und Zwiebeln, die Bude ist danach zwar wieder eingeräuchert aber es schmeckt allen. Bei Leonie uns Jarda gibt es keine Neuigkeiten in Sachen Wetter 5 Bft. Nord-Ost. Atos und Molly die Wollknäule waren wie immer mit Balgen beschäftigt. Für uns ist der Tag mit chillen und umher spazieren verplant. „Boa ehh" voll krass. Als Highlight, bei Danny´s einen Platz gebucht, ab 20:30Uhr. Das war ein Rib-Eye das sich sehen, aähm, „ließ".
Zehnter Tag - 05.02.2012 Bude aufräumen, Großer Abschied...... ich bin erst 16:25 mit dem Abflug dran. Meine Zimmergenossen dürfen schon um 13:00 abfliegen. Es erwarten uns ca. 25 Grad Temperaturunterschied. Also schon in Malaga vorsorglich gut warm einpacken sowie Mütze und Handschuhe griffbereit verstauen!
Fazit: Auf jeden Fall bin ich, bei der nächsten Almunecar-Tour wieder dabei. Bei weniger extremer "durchschnittlicher" Wetterlage geht es dort garantiert gigantisch (das zeigen auch die fast 7 Wochen vor unserer Ankunft eindeutig!)
Grüßle Euer Markus
Und hier gehts zum Fotoalbum...
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