Zillertal, Kein Tag ohne Fliegen! [10. bis 17. September 2011] PDF Drucken
Montag, den 26. September 2011 um 20:57 Uhr


(v.l.n.r. Antonio, Holger, Erich, Lorenz (TO), Herbert, Gerhard, Bernhard, Wolfgang L. (Bericht), Traute, Wolfgang v. B., Gerd. Es fehlen Andreas, Thomas, Wolfgang M. und Karin sowie Wernair)

Wer sich am sonnigen Samstag gewollt oder ungewollt von seinem Navi durch Münchens Zentrum leiten ließ, anstatt die Nordumfahrung A99 zu nehmen, hatte Glück gehabt. Denn auf der A99 stand man mit etlichen anderen Urlaubern für längere Zeit im Stau. Schließlich kamen aber alle wohlbehalten am ersten Treffpunkt Kössen an und bei problemlosen Flugbedingungen ging es auch gleich in die Lüfte.
Thermisch ging allerdings nicht viel und es reichte an diesem Tag je nach Lust und Laune meist nur zu bis zu drei Abgleitern.

 

Am Abend fuhren wir zusammen weiter zum gemeinsamen Abendessen in den Säulinger Hof. Da es hier ab ca. 20.00 Uhr nichts Warmes mehr gegeben hätte gingen die meisten ungeduscht zum Essen. Nur Erich und Herbert schafften es noch vorher, kamen dafür aber etwas später an.
Danach ging es weiter zu unserer Unterkunft in Hart, wo zunächst die Frage, wo ist bzw. wer wohnt oben (Pension Unterflöber Hof) und unten (Ferienwohnung Familie Tanner), geklärt werden musste.

Das Verfahren „Fliegen und Essen, Duschen vergessen“ zog sich aus praktischen Gründen dann fast die ganze Woche durch, da man meist nicht erst 500 Höhenmeter zur Unterkunft und danach wieder ins Tal zum Essen fahren wollte. Dass man einen 1PCSler aber 50 m über Grund olfaktorisch wahrnehmen könne, ist völlig aus der Luft gegriffen, sozusagen erstunken und erlogen.

In der Ferienwohnung gab es noch ein anderes Problem mit den Duschen. Nur Traute und Antonio hatten Duschen auf ihren Zimmern, bei Wolfgang v. B. und Gerhard gab es keine, auch keine Etagenduschen. Weil Traute auf jeden Fall ungestört bleiben wollte klopften sie daher morgens und/oder abends an Antonios Zimmertür, der ihnen dann mehr oder weniger bereitwillig öffnete und seine Dusche zur Verfügung stellte. Ob es Antonio leichter gefallen wäre, wenn es sich um junge Damen in knappen Badetüchern gehandelt hätte …? Dass es beim Unterflöber Hof so viele Fliegen gab, lag aber sicher nicht an unseren Waschgewohnheiten, sondern eher am Nahe gelegenen Misthaufen!

Am Sonntag versuchten wir unser Flugglück von Westendorf aus. Wernair lag mit seinen Wetterprognosen fast immer goldrichtig, nur an diesem Tag konnte kaum einer die vorhergesagte Thermik nutzen.
Am Montag starteten wir direkt vom Unterflöber Hof zu einem oder zwei Abgleitern.
Am Dienstag versuchten wir es nach einem morgendlichen Abgleiter vom Unterflöber Hof von der Rosenalm. Unser TO Lorenz, Andreas, Traute, Holger und Wolfgang v. B. konnten hier schöne Thermikflüge verbuchen.
Gerd war etwas früher unten und fragte die Kellnerin bei der Sportgaststätte nach Keksen oder etwas Ähnlichem. Nach einer abschlägigen Antwort ließ er sich den Weg zum nächsten Supermarkt erklären und kam mit einer Packung Chips zurück. Das darauf folgende Donnerwetter der Kellnerin hatte sich gewaschen. Sie ließ sich aber durch eine Charmeoffensive Erichs versöhnen und auch die später ankommenden Flieger wurden freundlich bedient.

Am Mittwoch und Donnerstag gab es wieder vorwiegend Abgleiter vom Unterflöber Hof.
Am Donnerstag hatten alle Zeit, sich noch vor dem Essen zu Duschen. Am Abend grillten wir gemeinsam. Unsere liebenswürdige Wirtin Hanni stellte ihre Küche, Grill und einen leckeren Kartoffelsalat zur Verfügung. Auch die Vegetarier, die bei dieser Gelegenheit den Fleischessern erklärten, dass man mit einer Fleischgabel anschließend nicht einfach einen gegrillten Maiskolben umdrehen darf, kamen voll auf ihre Kosten.
In der Nacht trafen Karin und der dritte Wolfgang im Bunde ein, während Erich und Herbert uns am nächsten Morgen verließen.
Sie verpassten damit den flugtechnisch wohl ergiebigsten Tag mit einem oder zwei Starts vom Penken aus 1800 m Höhe und Flügen über eine Stunde oder länger.
Eine erlebnisreiche Flugwoche neigte sich dem Ende zu und Lorenz, sowie sein Zimmergenosse Wolfgang L. freuten sich auf die verdiente Nachtruhe.
Weit gefehlt, denn mit einem Schlag befand sich Lorenz ca. 10 cm tiefer, in Schräglage über dem Boden hängend. Der bereits geflickte Lattenrost war aus den Fugen geraten. In einer gemeinsamen nächtlichen Reparatur konnte er provisorisch soweit wiederhergestellt werden, dass ab 23.40 Uhr auch bei uns im Zimmer das Licht wieder ausgemacht werden konnte.

Am nächsten und letzten Tag unserer Ausfahrt ging ein lange gehegter Wunsch von Nadine, der Enkelin unserer Wirtin Hanni, in Erfüllung. Sie durfte mit Lorenz einen Tandemflug vom Unterflöber Hof machen. Drei junge Kätzchen waren auch neugierig und mussten vorübergehend in Gewahrsam genommen werden, damit sie nicht unbefugt in der Kappe liegend, mitflogen.

Nach einem schönen Flug für die Beiden machten wir uns auf den Nachhauseweg, zum Teil mit einem letzten fliegerischen Zwischenstopp. Eine sehr schöne Ausfahrt ins Zillertal war zu Ende und kein Tag ohne Fliegen!

Wolfgang

Hier gibts noch ein paar Bilder...