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 Teilnehmer: vorne (v.l.n.r.): Sarah, Michael E., Frank, Martin (TO und Bericht), Bodo hinten (v.l.n.r.): Peter, Danuta, Arndt, Andreas, Michael J., Reiner, Mathias, Sabine R., Stefan nicht auf dem Bild: Eckart (gerade topgelandet) und Sabine A.
Eigentlich reichen schon wenige Stichworte zur Beschreibung der diesjährigen Molveno-Tour vollständig aus: - täglich Sonne und sehr angenehme T-Shirt-/Shorts-Temperaturen, - wenig überregionaler Wind (und wenn, dann nicht wirklich störend), - Fliegen bis zum Kopfweh, (Eis-)Hunger, (Cappuchino-)Durst oder Pinkelbedarf! - Pizza, Vino, Grillen, Tortellini mit Käsesahnesoße, all-inclusive-Salate - und natürlich gute Stimmung mit "üppig Flieger-Feedback" :-)
Für die Wissbegieriegen nun aber doch noch etwas mehr Details: Diejenigen, die es schafften, sich zu einer frühen Abfahrt (gegen 6 Uhr) aufzuraffen, kamen erstens deutlich besser durch den Frühnebel nach Ulm/Memingen sowie staufrei über Fernpass und Brenner und konnten zweitens die hoffnungsvoll gekauften Wochenkarten (50 Euro) gleich mit langen schönen Flügen "entwerten". Nach und nach trudelten dann alle Teilnehmer in insgesamt 7 Autos ein, fanden auch "irgendwie " einen Parkplatz und bezogen die 5 FeWos (3 Vierer, 2 Zweier). Immerhin 8, später sogar 9, Personen konnten in einer relativ kleinen Pizzeria dann auch *zusammen* untergebracht und gut verpfegt werden. Ein rundum gelungener Tourbeginn!
Am nächsten Tag wurden wir mit Traumwetter geweckt. Blauer Himmel, völlig glatter dunkelgrüner Lago di Molveno, scharfe dunstlose Konturen der Brenta-Dolomiten ... geniales Panorama, nicht nur für die Molveno-Neulinge. Nach der Auffahrt mit der "Mülleimer-/Kampfwagen"-Stehgondelbahn dann die nächsten positiven Überraschungen: schon passende Windfahne und keine - für die im Vergleich zu den Vorjahren eine Woche früher liegende Tour eigentlich befürchteten - weiteren Fliegergruppen! Dann zeigten einige ungeduldige Vor-der-Ora-(Wochenkartenausnutzer-)Frühstarter auch noch "echte" Thermik an. Auf ging's zu für Molveno bisher eigentlich eher unüblichen Thermikflügen mit deutlichen Startüberhöhungen und einigen in den letzten Jahren nur erträumten Ausflügen zu den hinter (nördlich) dem Start liegenden knapp 1000 m hohen senkrechten (Brenta-)Dolo-Steilwänden. Gleich 5 PCS-ler sahen das Gipfelkreuz auf dem ersten Dolo-Gipfel (2.400 m) direkt von vorne oder überflogen es sogar! Die "Meute" flog deutlich (ca. 150-200 m) über Startplatzhöhe stundenlang herum oder testete die Windstärke beim weitgehend höhenverlustlosen Vorwärtsschleichen über den See hinaus. Ähnlich ging es fast die ganze Woche weiter. Gut, Windstärke und -richtung variierten ein wenig. Und teilweise wurde es dann auch schon mal dunstig oder es gab sogar größere hellgraue Wolken. An einem Tag "mussten" wir sogar eine Wanderung machen. Dank Wochenkarte aber von der Bergstation ausgehend (natürlich mit oben deponierten und nachmittags dann auch benutzten Schirmen) direkt in die Brenta-Steilwand rein. Jeder der (noch) fliegen konnte oder wollte, konnte dies so oft und so lange tun, wie er wollte! Es gab auch etliche PCS-Erstbefliegungen, z.B. mehrfach weit über die im See liegende Halbinsel nach Süden, richtig *über* der gesamten Paganellaflanke, große Seerunde, Rundflug durch die nordwestlich von Molveno hochragenden Brenta-Zacken und das schon erwähnte mehrfache (deutliche!) Durchbrechen der 2.000 m Marke. An einem Tag war Peter das "Rumhängen" vor dem Hausberg zu langweilig und er flog ins "Bermudadreieck des Molvenosees", ganz hinein in die unlandbare und vom Start aus nicht einsehbare westliche See-Ausbuchtung. Dort kämpfte er sich Meter um Meter wieder hoch und hielt es fast eine Stunde völlig alleine dort am daher in "Petersberg" umbennanten Vorberg aus. Manche stressten die Wochenkarte mit (sehr) frühen Morgen- und (ebenfalls sehr) späten Abendflügen und machten damit bis zu 5 Flüge an einem Tag bzw. über 20 Flüge gesamt, dabei allerdings "nur" gute 10 Stunden Flugzeit, andere zogen die umgekehrte Variante, also 10 Flüge mit 20 Flugstunden, vor :-) Das gute Wetter sorgte natürlich auch für eine stärkere Ora. Das Queren zur Paganella-Westflanke sowie das dortige Aufsoaren war deutlich schwieriger als in den Vorjahren. Und Rückwärtseinparken bzw. deutliches im-Luv-(und damit überm See)-Anfliegen des Landeplatzes war Pflicht! Dafür trug es oft bis weit über den See hinaus und man konnte sich in Skilehrerposition, "Gesicht-nach-Süden", annährend bewegungslos über den See "hängen" oder sich in 10-15 Minuten die 1,5 km zum LP meterweise vorhangeln. Fürs z.T. stundenlange Groundhandeln inkl. Kite-artigen Jumps und kurzen Flügen an der ca. 5 m hohen Kante am seeseitigen Ende des LPs war die stärkere Ora logischerweise perfekt. Abends wurde entweder selbergekocht bzw. gegrillt oder Pizzerien "überrannt". Beides musste aufgrund der (zu?) großen Anzahl von 16 Teilnehmern jedoch meist geteilt ablaufen.
Fazit: Molveno at its best! Keine Zeit für Gardaseeausflug oder andere Alternativ-Aktivitäten. Und natürlich auch schon "jede Menge" Voranmeldungen für Molveno 2012!
Martin
P.S.: beim Stichwort-Sammeln fiel dann noch "Blutwurst". Zwar selbst für Insider nicht unbedingt einsichtig, dafür kann man aber problemlos auf den Nennenden schließen ;-)
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