Anmeldung
| Annecy [18. - 25.Juni 2011] |
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| Dienstag, den 28. Juni 2011 um 19:31 Uhr | |||
Da geht bestimmt nicht viel?!
v.l.n.r. Markus (TO), Klaus, Antonio, Mathias, Steffen, Jörg (Bericht), Manfred, Frank
Regen setzt ein bei der Ankunft am Lac d’Annecy am Samstag. Der Campingplatz steht schon halb unter Wasser. Hektisch werden mit vereinten Kräften die Zelte aufgebaut. Da wird wahrscheinlich morgen nicht viel mit Fliegen möglich sein, denken sich die meisten. Im Holidole drängen sich am späten Abend 8 Piloten und singen den Regenwetter-Blues. Doch es sollte ganz anders kommen als gedacht.
Doch was war außer am Sonntag sonst noch in dieser Woche möglich? Am Montag geht es nach der Landeplatzbesichtigung zum Morgenfluggebiet am Col d'Epine. Der Startplatz quillt schon von Piloten über. Der Wind wechselt von rechts nach links und die erste Ablösung lässt lange auf sich warten. Ein Hochleisterpilot kratzt beim Start fast die Straße und drückt mit dem Hintern den Weidezaun nach unten. Noch einmal Glück gehabt. Zäh gehen die Starts vonstatten. Ein Teil der Gruppe fährt wieder mit dem Auto zum Landeplatz. Markus, Steffen, Klaus und vor allem Frank haben aber doch ganz nette Flüge zu verzeichnen. Nachmittags war dann noch ein überschaubarer Flug vom Montmin am Col de la Forclaz möglich. Dort sieht man deutlich, dass am Startplatz Planfait heute die besseren Bedingungen herrschen. So wird das 2. Auto per Funk dorthin umgeleitet. Hier sind Flüge im großen Pulk der Gleitschirme bis maximal 150 Meter über den Startplatz möglich. Leider wird das Auto von Markus oben vergessen, was dieser aber zu einer Nachtwanderung zum Startplatz mit traumhaftem Blick über den nächtlichen See nutzt. Der Dienstag startet wieder am Epine, wobei ein Auto gleich wieder zurück zum Montmin fährt. Kleinere Flüge werden gemacht. Abends findet noch einen Odyssee zum besten Restaurant am See statt. Diese endet letztendlich bei der Pizzeria direkt am Campingplatz. Der Mittwoch ist der Explorertag zum Mt. Lambert und einem unbekannten Fluggebiet am Lac de Aiguebelette. Bei starkem Sinken gleitet ein Teil der Gruppe am Mt. Lambert zum Landplatz. Das Fluggebiet am Lac de Aiguebette verspricht sehr viel, bei Böen über 30 km bleibt es aber bei der Besichtigung der Start- und Landeplatzes. Wir belohnen uns aber mit Kaffee und sündhaft teurem Kuchen. Bei der Rückfahrt kommt über den Lac d'Annecy Starkregen wie eine weiße Wand herangetrieben. Der Regen hält auch bis in die Nacht an. Am Donnerstag wird relaxt, nach Annecy gefahren, Bilder sortiert oder Fahrrad gefahren. Vielleicht ist ja noch ein Flug am Abend? Ja, auch an diesem Tag konnte am Abend noch ein Flug vom Startplatz Montmin stattfinden.
Wenn man die Ausfahrtteilnehmer nach ihrem Highlight der Woche befragt, dann kam bei fast allen wie aus der Pistole „natürlich der erste Tag“. Der Sonntag sollte sich ganz anders entwickeln, als von fast allen gedacht. Mit 2 Autos fährt die gesamte Gruppe über den Col de Marais an den Fuß des Walk and Fly Berges „Sommet de Sulens“. Steffen nimmt die 800 hm per Pedes unter die Wanderstiefel. „Jetzt kenne ich das Fluggebiet schon über 15 Jahre und habe nicht gedacht, noch so einen tollen Flugberg zu entdecken. Ich bin auf den Berg hochgedappt und hatte einen bomben Flug“, erzählt er hinterher. Am Col de la Forclaz gehen zur selben Zeit die Parkplätze aus und der Startplatz kann fast nicht die Menge der Piloten fassen. Trotzdem kommen wir alle gut in die Luft. Hier ein paar Stimmen zu den Flügen: „Es waren super Flugbedingungen am ersten Tag. Mein Ziel war, über 2 Stunden zu fliegen. Der Flug dauerte dann über 3 Stunden“ sagt Frank. Antonio berichtet: „Am Sonntag war der beste Flug seit ich in Annecy bin – ohne zu lügen. Ich flog immer wieder über die Dents de Lanfon zurück zur La Tournette. Leider hat es nicht über den See geklappt.“ Markus hat besonders „die Kombination vom Flug nach Annecy, der kleinen Seerunde und wieder zurück zur Tournette sowie der relaxte Abendflug mit Landung nach 21.00 Uhr und 1,5 Meter steigen“ gefallen. Jörgs Wunsch „einmal über den See und zum Rock de Boef zu fliegen“ wurde gleich am ersten Tag erfüllt. Wie wenig mit so ausgedehnten Flügen gerechnet wurde ist an der Klage über die falsch gewählten Handschuhe, dem vergessenen Fotoapparat oder den offen Reißverschlüssen am Overall zu erkennen. Markus, Klaus, und Jörg schafften ganz unverhofft an diesem vermeintlich schwächeren Tag die kleine Seerunde. Am Freitag war der Himmel noch ziemlich wolkenverhangen. Ein kleiner Flug vom Forclaz, war die erste Hypothese für den Tag. Aber wie der Sonntag übertraf dieser Tag wieder alle Erwartungen. Fliegen bis an die Wolkenbasis – Ein-, Zwei und Dreistundenflüge – Kleine Seerunde oder nur über dem Forclaz die Kante entlang geschruppt bis zum Abwinken. Den meisten hat an diesem ein toller Flug gereicht, da auch der Wind am Start- und Landeplatz stark aufgefrischt hat. Den Samstag nutzten noch Frank und Antonio, sodass die Statistik der Ausfahrt an jedem Tag Flüge ausweisen kann. Dazu gab es auch sonst noch weitere Höhepunkte: Klaus hat seine Radtour in vollen Zügen genossen. „Da habe ich den wenig flieg baren Tag super genutzt. Ich habe die französische Gastfreundschaft, vor allem beim Kartenstudium erlebt.“ Mathias fand „die nette blonde Fluglehrerin am Startplatz mit der ich leider kein Wort gewechselt habe“ toll. Zur seiner Ehrenrettung muss aber gesagt werden, dass auch Mathias irgendwann gestartet ist und schöne Flüge gemacht und wie ein Weltmeister gefilmt hat. Markus und Steffen sind sich einig, dass „die Explorertour zu weiteren unbekannten Gebieten super war“. Fazit der Woche: da ging ja richtig was!
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