| Ahrntal (10. - 14.04.2007) |
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| Geschrieben von Martin Siegel | |
| Dienstag, 10. April 2007 | |
Unerwarteterweise waren fast alle Teilnehmer pünklich am Osterdienstag um 10 Uhr am LP in Sand im Taufers. Als der TO von seiner Landekarten-Einkaufstour (beim ortsansässigen Falken-Club ca. 3 Euro pro Tag und Person) zurückkam, wurde zunächst die Gelegenheit fürs ansonsten bei dieser wieder wie schon 2006 seeehr großen Gruppengröße fast unmöglich zu erreichende Gruppenbild genutzt.
![]() Teilnehmer (v.l.n.r): Regine Stroecker, Frank Haubach (Fotos), Reinhold Günther, Wolfgang Arnold, Ulrich Merz, Michael Schill, Uwe Maier, Maja und Ecki Bierer, Martin Siegel (Bericht), Klaus Limbach, Roland und Ingrid Schweizer, Wolf Hoedt, Steffen Taut, Mats Schreiber, Stefan Gybas, Markus Färber, Jürgen Forster, Markus Lang, Martin Pichler, Joachim Böckler sowie nicht auf dem Foto Andrea Arlt und Josef Kless, Gerhard Rehm.
Schon zu dieser frühen Morgenstunde war es angenehm warm. Blauer wolkenloser Himmel, klare Sicht: einfach geniales Spätfrühlings-Bergpanorama. Und das Beste: es sollte bis zur Abfahrt am Samstag abend genau so bleiben! Sonne-Sonne-Sonne. Was für ein Saisonstart, welche Wohltat nach etlichen wetter-*un*-begünstigten 2006-er Touren! "Nur" der Wind - nördliche Richtungen und angekündigte Stärken auf 3.000 m über 20 Knoten - verdarben oder beeinträchtigten zumindest ein wenig den Fliegergenuß. Wir begannen mit dem Rund-um-Sorglos-SP Ahornach auf halber Höhe am Prallhang über Sand. Das eher unscheinbar und zur Schulung geeignet wirkende Gelände kann es fliegerisch durchaus in sich haben! Häufig spielt der überregionale Wind keine oder nur eine geringe Rolle. Dann plötzlich innerhalb weniger Minuten, verändert sich das komplette Windsystem am Hang und an vorher sicheren ruhigen Aufwindstellen geht es urplötzlich ziemlich (lee-)bockig zu sowie abwärts. Auch das Gegenteil ist möglich: plötzlich steigen Flieger an vorherigen No-Thermik-Areas gigantisch hoch (einige Male über 2.000 Höhenmeter in einem Bart bis auf Gipfelhöhen nahe an die 4.000 m!). Auch am Spätnachmittag so nach 16:30 bis 17:00 Uhr trägt es in Ahornach plötzlich wieder viel besser als die Stunden vorher. Flug-Planung und Wind-Abschätzen wird dadurch deutlich erschwert. Folglich wird viel und lange auf aussagekräftige Dummies gewartet ..... Natürlich wurden die so "erarbeiteten" Höhen überwiegend für Streckenflüge genutzt. Sei es "nur" mal vor nach Bruneck oder eben auch das ganze Pustertal-Repertoire, also nach Westen über Pfalzen und Eidechsspitze bis zum Gitsch, nach Osten über Antholzer und Gieser Tal Rtg. Toblach, Innichen bis Sillian oder gar Lienz. Trotzdem lockte natürlich der noch im Skibetrieb laufende rund 1.000 Höhenmeter höherer Speikboden mit seinen bekannten Frühstart-Möglichkeiten (wenn man es schaftt, auch tatsächlich früh oben zu sein, statt am Quartier oder an der Talstation zu diskutieren!). Einige trauten der Wettervorhersage und flüchteten aus Angst vor dem angesagten (zuviel) NW-Wind am Mittwoch gleich an den Kronplatz, wo es dann beeindruckende Panorama-Blicke aber weder Wind noch Thermik gab :-(. Frustriert wurden die Positionsmeldungen der Speikboden-Starter verfolgt. Erst spät Nachmittag, nachdem die meisten Kronplätzler schon frustiert Richtung Ahornach geflüchtet waren, tummelten sich plötzlich über 20 GSe in Höhen um und über 3.000 m. Jürgen Forster krönte seinen bis dahin nur skifahrerisch erfolgreichen Tag mit einem als "verlängerten Abgleiter" gedachten Flug - o.k. schon mit beachtlichen 3.500 m Abflughöhe - über Bruneck hinweg, das ganze Taufertal hoch, schließlich (sehr) Hocharbeiten in Ahornach mit dem direkten Heimflug zur Pension. Zwar "nur" knapp 30 km. Aber völlig unerwartet (offiziell herrschte ja N-Wind!) und auf einer völlig "spinnerten" Route! Daneben gab es natürlich noch die "üblichen" Pustertal-Weit-Flüge. Die 100 km-Marke wurde mehrfach überflogen und es gab auch Flugzeitrekorde: Markus und Josef flogen jeweils deutlich mehr als 6 Stunden! Nach einem dieser Rekordflüge: Speikboden - Eidechs - zurück - Sillian - Lienz und dann mit Riesen-"Rest"-Höhe nach N Richtung Matrei zog sich Josef leider *nach* problemloser Landung bei einem zu übermütigen (flugberauschten?) Sprung von einer Begrenzungsmauer eine schwierige Fersenverletzung zu. Gut die Hälfte der Teilnehmer flog mehr oder weniger weit weg. Eine im Vergleich zum Vorjahr wahrlich beindruckende Leistungszunahme auf breiter PCS-Front! Nicht-fliegerisch ist noch erwähneswert: Schneewanderungen mit Millionen von Krokussen, Murmeltieren und nassen Füssen Skifahren und Skitouren (bei durchaus akzeptablen Schneeverhältnissen) Fahrradfahren Latte Macciato und Apfelstrudel mit Sahne (natürlich im Freien!) Kaffe- und Kuchen-Service durch die zwei WoMo-Teams Bierer und Schweizer Martin Siegel |
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| Letzte Aktualisierung ( Montag, 23. April 2007 ) |
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