Startseite arrow Ausfahrten-Berichte arrow Saint André les Alpes [18. - 25. Juli 2009]: Faulenzen und Fliegen im mediteranen Hochsommer
Samstag, 4. September 2010
 
 
Saint André les Alpes [18. - 25. Juli 2009]: Faulenzen und Fliegen im mediteranen Hochsommer Drucken
Geschrieben von Martin Siegel   
Montag, 3. August 2009

Image

Teilnehmer (v.l.n.r.): Mathias (Fotos), Martin (Bericht + Logistik-TO), Rudolf (Vorort- und Flug-TO), Traute, Andreas, Wolf, Sarah
plus Sonja (Gastfliegerin) und die - noch - nicht fliegende Margit

Bedingt durch Krankheit, große geografische Entfernungen der Heimatadressen, unterschiedlichen An- und Abreisewünschen sowie Einschränkungen bei vorhandenen bzw. nutzbaren PKW (zum Teil WoMos) bekam der "Logistik-TO" in den Tagen vor der Abfahrt gut zu tun. Schließlich ging es am Samstag früh um 7 Uhr dann doch mit 2 PKWs los.

2 WoMos und auch der Vorort-TO waren schon früher angereist und hatten auch schon Airtime gesammelt.
Der Plan, bei Halbzeit in Genf an der Salève eine ausgedehnte Pause mit Flug zu machen, wurde durch starken Wind und tief hängende Wolken vereitelt. Ok, dann kommt man eben deutlich früher in St. André an, ....  dachten wir! Doch nach der Freude über neue, einigen Navis noch unbekannte (!!), Autobahnabschnitte (u.a. das teure aber empfehlenswerte Teilstück zwischen Genf und Annecy!) und das stetig besser werdende Wetter kam dann nach Autobahnende südlich von Grenoble der übliche Urlaubs-"Spaß" - **Stau**! Für 40 km gut 4 Stunden mehr Stopp als Go :-((. Und das ohne jeglichen sichtbaren Grund. Das nächste Mal benötigen wir doch wieder richtige "altmodische" Karten und sollten etwas mehr Zeit in die Routenplanung stecken.
Campingplatz und unsere Parzellen waren problemlos zu finden. Nach dem Beiseite-Räumen von 100-ter kleiner Kiefern-/Pinien-Zapfen wurden die Zelte und der obligatorische Party-Pavillon aufgebaut, Stühle und erste Biere verteilt und natürlich Spaghettis zubereitet. Irgendwann kamen dann auch die schon früher Angekommenen vom Restaurant-Besuch zurück und berichteten von sehr starken Winden.
Wir setzten auf eine vermeintlich frühe Hochfahrt am nächsten Morgen. Zur 11 Uhr Navette waren wir voll startklar. Überraschenderweise war die Navette schon gut am shuttlen und es waren auch schon Schirme am Himmel. Bis wir am Start waren, war es daher dann doch schon 11:45 Uhr. Für die Neuangekommenen wirkte der Wind schon sehr bis zu stark. Rudolf mahnte zur Eile. Der Wind nimmt ständig weiter zu! Schließlich zog und schob er einen nach dem anderen in die Luft, nicht ohne jeweils die Funktionsfähigkeit des Beschleunigers zu überprüfen ....
Die Landeeinteilung war noch nicht bei allen an die Windverhältnisse angepasst. Aber die Landewiese ist zum Glück in jede Richtung riesig groß so dass sie von allen "irgendwie" oder genauer "irgendwo" getroffen wurde. Bemerkenswert waren gut 90 Grad Abweichung zwischen recht nah beieinanderstehenden Windfahnen, die jedoch allesamt anders als "normal" standen; sowie ein vom Wind einfach umgeknickter ziemlich massiver Windsack-Mast!?!
Es folgte Südfrankreich-Faulenzer-Urlaub wie man ihn sich klischeehaft vorstellt: im Schatten der Kiefern/Pinien sitzen, dösen oder maximal mal einen Kaffe trinken. Der eine oder andere "schaffte" es sogar, zu lesen.
Erst so ab 18 Uhr sollte es eigentlich wieder fliegbar(er) werden. Enthusiastisch nahmen wir die 17 Uhr Navette und durften dann 800 m höher "richtig" parawaiten bevor wir gegen 20 Uhr starten konnten.
Recht ähnlich verliefen die nächsten Tagen. Trotz noch früheren Navettes am Morgen und späteren am Abend kamen wir nicht immer auf dem Luftweg zum Campingplatz zurück :-(  Am Dienstag, 21.7. hatten wir ab 19:30 Uhr fast reguläre St. André Abensoaring-Bedingungen wie wir sie erhofft hatten. Alle flogen die 4 km lange Hauptkante hin-und-her (siehe XC-Flug 97014 ).
Rudolf hatte es am Morgen tatsächlich geschafft, 50 km nach Norden bis zur Dormilousse am Lac de Serre Poncon und sogar fast wieder zurück zu fliegen (Flug 96424 )! Bei den (Starkwind-)Verhältnissen absolut bewunderns- und bemerkenswert! Nach der Tour machte er das Dreieck komplett zu (107 km, 6 Stunden, Flug 97134 ).
Am Mittwoch konnten alle am Südstart direkt über St. André raus und (fast) alle auch bis zu einer Stunde mehr oder weniger hangnah kratzen.
Inzwischen waren auch gute Badestellen am nahen See gefunden, so dass etwas "Programm" in die Mittags-Siesta-Zeit gebracht werden konnte. Auch die Tischtennisplatte wurde trotz Starkwind mal benutzt.
Kann man eine Navette-Auffahrt mal nicht zum Fliegen nutzen, bietet sich der Abstieg per pedes an. Dabei lernten selbst botanisch eher weniger Interessierte "in echt" verschiedene Kräuter und Düfte kennen: Thymian, Oregano, Rosmarin, Lavendel und Wachholder. Schon beeindruckend Kräuter-der-Provence mal nicht in einer Tüte sondern als reale Pflanze/Gewächs zu erleben.
Zusätzlich gab es Unmengen von Schmetterlingen und Waldbeeren. Das beste war dann ein Brunnen mit Trinkwasser und überdachten Sitzplätzen in einem Mini-Ort, der nicht mal ein Bistro hatte!
Gegrillt wurde auch: einmal mit (zu) viel Fleisch, einmal fast nur mit diversen tollen Salaten und Gemüsen.
Und am Rückweg konnte die Salève dann doch noch erfolg- und genussreich beflogen werden (Flug 97661 )

Fazit: Top-Stimmung, Relaxen und Urlaub pur, 4 bis 6 Flüge pro Person (darunter etliche mit mehr als einer Stunde Flugzeit), fliegerisch anspruchs- aber reizvoll, trotz 850 km Strecke und deftiger Maut wirklich preiswert, evtl. rein fliegerisch besser im September oder Juni.

Hier gibts Eindrücke von St. André (youTube-Videos von Mathias ) und hier die Landung auf schmalem Streifen an der Salève und noch ein Flug an der Salève

Und hier gehs noch zum Fotoalbum...

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 4. August 2009 )
 
< Zurück   Weiter >
Fotoalbum & Berichtearchiv
  • Zusätzliche Bilder zu den Berichten sind im Fotoalbum abgelegt.
  • Ältere Berichte können im Downloadbereich eingesehen werden.
 
Top! Top!